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Merchandising für Unternehmen, Vereine und Bands: So funktioniert’s

Das T-Shirt mit Band-Name, die Vereins-Cap oder die Tasse mit Firmenlogo: Merchandising begleitet Menschen im Alltag, oft ohne, dass es ihnen bewusst ist. Nutzen Sie das für Ihre Marke!

Merchandising: T-Shirt mit Aufdruck der
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Was ist Merchandising?

Merchandising bezeichnet Produkte, die mit dem Logo, Namen oder Design einer Marke, eines Unternehmens oder Vereins, von Gruppen oder Künstlerinnen und Künstlern gestaltet sind. Dazu gehören zum Beispiel gebrandete Kleidung und Textilien wie T-Shirts, Hoodies oder Caps, Taschen, Tüten und Beutel, Sticker, Buttons und andere Streuartikel oder Tassen, Becher und Co.

Solche Produkte (Merchandise oder Merch genannt) verbinden praktische Nutzung mit einer Botschaft: Sie zeigen, wofür jemand steht, welche Organisation unterstützt wird oder zu welcher Community man gehört. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, Vereine oder Bands kann Merchandising deshalb ein starkes Marketinginstrument sein.

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Wo liegt der Unterschied zwischen Merchandising und Werbung?

Klassische Werbung versucht Aufmerksamkeit zu erzeugen, während Merchandising eine Marke über Produkte langfristig in den Alltag von Menschen integriert. Daher stehen beim Merchandising ansprechend gestaltete Werbeartikel im Vordergrund, die Menschen gerne nutzen oder tragen.

Merchandising

  • Grundidee: Produkte mit Markenbezug, die im Alltag genutzt werden
  • Form: physische Artikel, z. B. Kleidung, Sticker, Tassen, Taschen …
  • Wahrnehmung: oft Teil des Alltags und weniger als Werbung empfunden
  • Dauer der Sichtbarkeit: langfristig, solange das Produkt genutzt wird
  • Nutzen für die Zielgruppe: praktischer Nutzen und Identifikation mit Marke oder Community
  • Emotionale Bindung: häufig stärker, z. B. bei Fans, Vereinsmitgliedern oder Mitarbeitenden
  • Einnahmemöglichkeit: kann kostenlos ausgegeben oder zusätzlich verkauft werden

Klassische Werbung

  • Grundidee: Kommunikation, die gezielt Aufmerksamkeit erzeugen soll
  • Form: z. B. Anzeigen, Plakate, Online-Banner, TV-Spots, Social Media Ads
  • Wahrnehmung: wird klar als Werbung erkannt
  • Dauer der Sichtbarkeit: kurzfristig und wiederkehrend, während Kampagnen-Laufzeit
  • Nutzen für die Zielgruppe: Information, Kommunikation oder Aufforderung zum Kauf
  • Emotionale Bindung: abhängig vom Inhalt, jedoch meist geringer, da einseitige Kommunikation
  • Einnahmemöglichkeit: verursacht in der Regel Kosten ohne direkte Einnahmemöglichkeit

Für wen lohnt sich Merchandising?

Grundsätzlich lohnt sich Merchandising für alle, die ihre Marke greifbarer machen und Menschen die Möglichkeit geben möchten, ihre Verbindung zu einem Unternehmen, Verein oder Projekt zu zeigen. Besonders häufig wird Merchandising genutzt von:

  • kleinen und mittelständischen Unternehmen, z. B. in Form von Mitarbeiterkleidung, kleinen Goodie-Bags oder Kundengeschenken
  • Vereinen und Organisationen, um den Teamgeist zu stärken, Vereinszugehörigkeit sichtbar zu machen oder Fans auszustatten
  • Bands sowie Solo-Künstlerinnen und Künstler als Möglichkeit, Fans aktiv einzubinden und zusätzliche Einnahmen zu erzielen
  • Veranstaltende und Communities, um Events, Festivals oder gemeinsame Aktionen dauerhaft zu promoten

Wie Sie Merchandising professionell umsetzen

Wer Merchandising plant, muss vor allem strukturiert vorgehen und sich vorher ein paar grundlegende Fragen zu stellen. Die folgende Checkliste hilft Ihnen dabei, Merch-Projekte sinnvoll zu planen und umzusetzen.

Checkliste für erfolgreiches Merchandising

1

Ziel definieren

Überlegen Sie zunächst, was Sie mit dem Merch erreichen möchten. Geht es vor allem um Markenbekanntheit, um Fanbindung oder soll der Verkauf auch Einnahmen generieren?
2

Zielgruppe im Blick behalten

Fragen Sie sich, wer die Produkte später nutzen soll. Mitarbeitende, Vereinsmitglieder, Fans oder Kundinnen und Kunden haben oft unterschiedliche Erwartungen an Design, Qualität und Produktauswahl.
3

Produkte auswählen

Wählen Sie Artikel, die im Alltag tatsächlich genutzt werden. Klassiker wie T-Shirts, Hoodies, Stoffbeutel oder Tassen funktionieren oft besonders gut.
4

Design definieren

Ein gutes Merch-Design ist am besten einfach gehalten, gut erkennbar und zeitlos tragbar. Weniger ist hier oft mehr – ein prägnantes Logo oder ein klarer Schriftzug reichen häufig aus.
5

Qualitätsstandards festlegen

Hochwertige Materialien und saubere Drucke sorgen dafür, dass Produkte länger genutzt werden. Das wirkt sich auch positiv auf die Wahrnehmung der Marke aus.
6

Produktion und Mengen planen

Gerade zu Beginn kann es sinnvoll sein, kleinere Mengen zu bestellen oder verschiedene Produkte zu testen, bevor größere Stückzahlen produziert werden.
7

Vertriebswege durchdenken

Überlegen Sie, wie die Produkte verteilt oder verkauft werden sollen – zum Beispiel bei Veranstaltungen, über einen Online-Shop oder direkt im Verein bzw. Unternehmen.

Merchandising in der Praxis: Band „Karaoke Till Death“ im Interview

Karaoke Till Death“ – die vierköpfige Live-Karaoke-Band aus Koblenz verfolgt ein ziemlich einzigartiges Erfolgsrezept: Die Stars der Band sind nämlich die Zuschauenden selbst. Die Musiker liefern den authentischen Sound, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer singen dazu wie beim klassischen Karaoke ihr Lieblingslied. Nur halt auf einer Bühne. Vor hunderten Fans und wie echte Rockstars. Um dieses Konzept Musikfans und Veranstaltenden verständlich zu machen, hat die Band einige Marketing-Kniffe angewandt, die uns die Mitglieder im folgenden Interview verraten haben.

Hallo zusammen, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für uns genommen habt. Fangen wir doch bei den Basics an. Was gehört für euch zu einem professionellen Auftreten als Band?

Ganz klar: Unser Logo. Das ist unser „Brand“ und unser Erkennungszeichen. Ohne das geht gar nichts – weil man ansonsten eher „beliebig“ ist. Wir tragen sogar – und das ist für Metal ja eher untypisch – lässige Hemden mit unserem Logo. Und klar, Drums, Flightcases und Autos gehören auch gescheit getagt. Wir legen aber auch großen Wert auf gute Plakate, unsere Anmelde-Flyer und unsere Zeitung. Die Zeitung haben wir gestaltet, um dem einen oder anderen potentiellen Sänger ein wenig Sicherheit zu geben – man will ja wissen mit wem man dann auf der Bühne steht.

Wie bewerbt ihr eure Touren im Allgemeinen?

Wir setzen auf einen gesunden Mix aus Social Media, also in erster Linie Instagram und Facebook, Plakate in den Clubs vor Ort und lokale Medien. So versuchen wir im Vorfeld immer die lokalen TV- und Radiostationen für uns zu begeistern. Bei RTL haben wir es sogar schon mit einem Beitrag ins Fernsehen geschafft.

Warum stirbt das klassische Plakat zur Bewerbung von Konzerten nicht aus?

Hey – Rock ohne Poster oder Plakat? Geht nicht. Trotz der ganzen Online-Medien wollen die Leute in den Clubs ja irgendwie auch wissen mit wem sie es zu tun haben. So ein Plakat ist ja schon irgendwie auch ein „Versprechen“ auf ne gute Show. Ist das Plakat murks – kann man meistens auch kaum neue Leute motivieren. Das hilft schon. Ansonsten nutzen wir echt die guten alten „Postkarten“ – als Termin-Reminder zum Auslegen in den Clubs – funktioniert wunderbar.

Warum ist Merchandising gerade für Bands so wichtig?

Es gibt hunderte von guten Bands und tausende von echt coolen Musikern – aber man sieht es vielen einfach nicht an. Merch und die Verbreitung unseres Logos sind unabdingbar für eine nachhaltige Bekanntheit. Außerdem haben wir ein paar Fans, die gerne mit unserem Logo rumlaufen. Nun sind wir ja als Karaoke-Band unterwegs – da ist die Identifizierung von Fans mit der Band nicht ganz so heftig – aber wir sehen immer wieder den einen oder anderen mit einem unserer Shirts. Vielleicht wird’s sogar mal eine richtige Einnahmequelle.

Welche Merchandising-Artikel habt ihr im Angebot?

Unser Manager Buddy schafft da immer schwer was ran. So haben wir natürlich Shirts, Kugelschreiber und Sweets – aber auch (lacht) Handtücher und demnächst unser eigenes Bier.

Was macht aus eurer Sicht gute Fan-Artikel aus?

Es geht jedem auf den Keks, wenn die Qualität nicht stimmt – das sollten schon qualitativ gute Produkte sein, die auch ein wenig halten. Auch der Aufdruck oder die Bestickung müssen stimmen, sonst ist es das Geld nicht wert und die Enttäuschung nachher groß.

Welches Werbe-Equipment habt ihr auf der Bühne?

Auf unser Backdrop (Bühnenbanner) würden wir niemals verzichten. Das brauchen wir unbedingt für die Show und natürlich für die Fotos. Das haben wir direkt in mehreren Ausführungen: Für kleine Clubs – und na ja, für Wacken, dann in 8 x 6 Meter – und natürlich Roll-Ups. So können bei größeren Veranstaltungen die Fans den Check-In sehen. Das ist der Place-to-be wenn man seine Anmeldung zum Performen abgeben möchte. Bühnenklamotten habe ich ja schon erwähnt – wir, also Carlos, George, Mario und ich – weigern uns aber beharrlich die gebrandeten Socken die Buddy organisiert hat zu tragen. (Lacht)

Habt ihr einen Band-Wagen, so wie die Blues Brothers, oder geht´s schon eher in Richtung Tour-Bus?

Unsere Show ist schon ein wenig aufwendig. Das heißt ohne Bus geht nix – und da greifen wir auf den Wagen der Rock-Initiative in Koblenz zurück. Ein eigener Bus ist zu teuer – wäre aber geil. Für Festivals mieten wir aber gerne dann doch einen Bus, den wir länger nutzen können. Und der wird immer mit Logo verziert. Dank der neuen, günstigen Möglichkeit Klebelogos zu nutzen, müssen wir dann auch nicht mehr den Wagen neu lackieren lassen, wenn wir ihn zurückgeben müssen …

Habt Ihr sonst noch Tipps und Tricks für junge Bands, die bekannter werden und mehr Auftritte haben wollen?

Werbt was das Zeug hält – aber immer so, dass man Euch die Story auch abnimmt. Nutzt jetzt echt nix, wenn man Super-Marketing macht und dann nachher nicht abliefert. Aber man sollte schon schauen, dass man ein cooles Logo hat und das auch in die Welt trägt. Über die Möglichkeiten haben wir ja schon gesprochen – aber in erster Linie gilt: Das Logo ist der Brand der Band ((lacht)) – haha – reimt sich. Und man sollte schon auf einen einigermaßen professionellen Auftritt in Print und Online achten – sonst landet man schnell wieder in der Kreisliga oder kommt erst gar nicht da raus. Und mehr Auftritte: Seid geil, liefert gescheit ab und es wird sich rumsprechen – aus dem Wohnzimmer raus ist noch keiner zum Lemmy geworden.

Fazit: Merchandising ist ein langfristiger Markenbegleiter

Mehr Inspiration für passende Produkte gesucht? Dann lohnt sich ein Blick in die FLYERALARM Themenwelt Eventbedarf . Egal ob Shoppingevent, Festival, Sportfest oder Messebesuch – hier finden Sie zahlreiche Ideen, wie sich gutes Merchandise mit klassischer Werbung und Veranstaltungsausstattung kombinieren lassen.

Gut gemachtes Merchandising kann weit mehr sein als das Verteilen einfacher Werbeartikel. Wenn Produkte sorgfältig ausgewählt, hochwertig produziert und mit einem klaren Design gestaltet sind, werden sie zu alltäglichen Begleitern – und damit zu langfristigen Botschaftern Ihrer Marke, Ihres Vereins oder Projekts. Wie Sie mit gutem Merchandising Sichtbarkeit, Gemeinschaftsgefühl und Markenidentität auf greifbare Weise zu verbinden können, beweist das Praxisbeispiel der Live-Karaoke-Band „Karaoke Till Death“.

Tipp: Sie wollen mehr über Eventmarketing als kleine Firma erfahren, ein Public Viewing veranstalten? Oder suchen Sie nach einer Checkliste, die Ihre Firmenfeier zum Erfolg führt? Im Blog werden Sie in jedem Fall fündig!

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