Der Unterschied von Pixel- und Vektorgrafiken

By 3. November 2015 Juli 8th, 2021 Know-how
Der Unterschied zwischen Pixelgrafiken und Vektorgrafiken

Wer sich schon einmal eingehender mit verschiedenen Bildformaten beschäftigt hat, ist dabei sicherlich auch über die Begriffe Pixel und Vektor gestolpert. Beides sind Elemente, aus denen ein Bild bestehen kann. Doch was unterscheidet Pixelgrafiken von Vektorgrafiken, welche Vor- und Nachteile haben sie? Und für welche grafischen Arbeiten benutzt man sie jeweils am besten? Wir haben die beiden gegenübergestellt und ein wenig näher beleuchtet.

Pixelgrafiken

Der Name Pixel ist eine Kombination der beiden englischen Begriffe „picture“ und „element“, zu Deutsch so viel wie Bildelement oder Bildpunkt. Als Pixel werden einzelne quadratische Punkte bezeichnet, aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Jeder dieser Punkte hat eine Farbe und aus ihrer Kombination ergibt sich schließlich das Bild. Im Normalfall sind diese Punkte sehr klein, damit möglichst viele Farbinformationen widergegeben werden können und das Ergebnis scharf ist. Erst bei starker Vergrößerung erkennt man die einzelnen Bestandteile. Dabei ändern sich die Abmessungen des Bildes, seine Auflösung bleibt aber gleich. Diese wird in dpi, also dots per inch (engl. für Punkte pro Zoll) angegeben. Wird ein Bild zum Beispiel auf das Doppelte vergrößert, wird jedes Pixel doppelt so groß. Auf einem Inch sind also nur noch halb so viele Bildpunkte. Je stärker die Vergrößerung, desto grobkörniger, pixeliger wird das Bild.

Damit wird auch schon der deutlichste Nachteil einer Pixelgrafik klar. Das Ändern der Größe bei gleichbleibender Qualität ist nicht möglich. Und je größer und schärfer das Bild, desto größer die Datei. Gerade beim Versenden per Mail ein (im wahrsten Sinne des Wortes) großes Problem. Dafür ist eine sehr genaue Darstellung von Details möglich – je nachdem, wie hoch die Auflösung ist. Komplexe Farbabstufungen und Verläufe sind hier kein Problem. Jeder einzelne Punkt kann bearbeitet werden. Es gibt viele verschiedene Dateiformate für unterschiedliche Einsatzbereiche, jeweils auf diese zugeschnitten. Diese Dateiformate sind nicht an ein bestimmtes Programm gebunden, sondern können in den meisten Bildbearbeitungsprogrammen angezeigt und bearbeitet werden.

Formate: TIF, JPG, BMP, PNG, PSD, GIF, uvm.
Bearbeitungsprogramme: z. B. Adobe Photoshop, Fireworks, Corel PaintShop Pro

Vektorgrafiken

Den Begriff Vektor kennen die meisten wahrscheinlich noch aus dem Mathe-Unterricht. Und tatsächlich ist eine Vektorgrafik eine Art mathematische Formelsammlung. Aus den Informationen von geometrischen Figuren wie Linien, Kurven, Kreisen oder Polygonen entstehen Grafiken, die zu einem komplexeren Bild zusammengefügt sind. Dabei werden keine Pixel, sondern Pfade gespeichert, die zum Beispiel die Informationen zu Größe und Farbe enthalten. Diese Pfade können verändert werden, ohne dass ein Qualitätsverlust entsteht. Vor allem bei einer Vergrößerung wird hier der Unterschied zu Pixelgrafiken deutlich. Eine Vektorgrafik kann beliebig vergrößert werden, ohne an Schärfe einzubüßen. Die gespeicherten Angaben werden auf die neue Größe umgerechnet und die Figuren entsprechend gezeichnet. So eignen sich Vektorgrafiken besonders für Logos oder Icons, die oft in verschiedenen Größen gebraucht werden. Weil das Bild dadurch nicht mehr, sondern nur geänderte Informationen enthält, wird auch die Datei nicht größer.

Im Gegensatz zu einer Pixelgrafik lassen sich in einer Vektorgrafik komplexe Details nur sehr schwer darstellen. Effekte wie Schatten oder Reflektionen zum Beispiel müssen aufwändig mit zusätzlichen Elementen in den entsprechenden Farbabstufungen per Hand angelegt werden. Die Dateiformate, als die Vektorgrafiken abgespeichert werden, erfordern meist spezielle Programme, mit denen sie kompatibel sind. Eine Ansicht und Bearbeitung ist dann nur in diesem Programm möglich. Eine .ai-Datei kann zum Beispiel nur mit Adobe Illustrator geöffnet werden.

Formate: z. B. EPS, AI, CDR, WMF, PDF
Bearbeitungsprogramme: z. B. Adobe Illustrator, Corel Draw, Macromedia FreeHand

Raphael

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Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

2 Kommentare

  • Michael sagt:

    Das sind gut gemachte Erläuterung – die manchmal im Kundengespräch hilfreich wären bzw. sind :-).

    Aber woher kommt eigentlich diese seltsame Schreibweise hier:

    “Das Könnte Sie Auch Interessieren:”
    statt
    “Das könnte Sie auch interessieren:”

    Seltsam dabei ist die Tatsache, dass die Schreibweise mithilfe von Copy ‘n Paste korrekt erscheint – nur die Darstellung erfolgt (hier) falsch. Warum?

    Das interessiert mich jetzt – auch wenn OT 🙂

    • Kai sagt:

      Hallo Michael,

      erst einmal vielen Dank für das Lob. Wir versuchen stets Blogbeiträge zu verfassen, die nah an den Fragen und Problemen der Community sind. Feedback wie Ihres zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nun zu Ihrem zweiten Punkt: der seltsamen Schreibweise.

      Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und tatsächlich: Hier und da werden in Blog-Überschriften fälschlicherweise Großbuchstaben verwendet. Wenn wir den Text rauskopieren und in Word einfügen, korrigiert sich der Fehler selbst. Wir haben das Problem gleich unserer IT-Abteilung gemeldet. Danke für Ihr aufmerksames Lesen. Auf die guten Augen unserer Blog-Community ist Verlass.

      Mit besten Grüßen aus Würzburg
      Kai

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