Photoshop oder Lightroom? Lightroom oder Photoshop?

von 12. April 2017 Know-how Ein Kommentar
Entwicklung von RAW-Dateien und Bildbearbeitung können beide, doch wo liegen die Unterschiede und jeweiligen Vorteile von Lightroom und Photoshop?

Viele Wege führen nach Rom – und mindestens ebenso viele führen zu bearbeiteten Bildern. Zwei der vielen Möglichkeiten heißen Lightroom und Photoshop. Beide sind Angebote von Adobe und überschneiden sich nicht nur in dieser Hinsicht. Während Lightroom zunächst in erster Linie für das reine Verwalten und Entwickeln von RAW-Dateien entwickelt wurde, richteten sich die Funktionen von Photoshop gezielt an Grafiker und Illustratoren. Im Laufe der Zeit übernahmen die Programme allerdings immer mehr Optionen des jeweils anderen und Bridge kam als ergänzendes Managementtool zu Photoshop dazu. Für die Anwender stellt sich daher heute die Frage: Worin unterscheiden sie sich und welches Programm sollte für welchen Anwendungszweck benutzt werden?

Kurz und knapp zusammengefasst: Lightroom verbindet die Eigenschaften von Adobe Bridge und Camera RAW, dem Import- und Bearbeitungs-Plug-in für Photoshop. Hier haben Sie also eine Bilddatenbank, in der Sie Ihre Fotos sowohl verwalten als auch Basiseinstellungen an ihnen anpassen können. Darauf beschränken sich die Bearbeitungsmöglichkeiten allerdings auch. Für größere Eingriffe, das Zusammenfügen von mehreren Bildern oder das Arbeiten mit Ebenen ist hingegen Photoshop das richtige Programm. Hier fallen dagegen jedoch das Verwalten sowie Vergleichen und somit der einfachere Überblick über die gesammelten Fotos weg.

Vorteile Lightroom

  • essentielle Funktionen zur Bearbeitung von RAW-Dateien, JPEGs etc.
  • Beschränkung auf wichtigste Einstellungen; intuitiv anwendbar
  • strukturiertes und übersichtliches Organisieren und Katalogisieren
  • vielfältige Filtermöglichkeiten zur Auswahl von bestimmten Fotos
  • Vergleichen verschiedener Bilder oder verschieden bearbeiteter Varianten
  • Suche unter anderem nach Stichwort, verwendeter Verschlusszeit, eingestellter Brennweite usw.
  • GEO-Tagging mit Anzeige auf Karte (GPS-Modul der Kamera notwendig)
  • Export von Fotos speziell für den Druck oder das Web (inkl. Erstellung von HTML-Galerien und Upload auf Flickr)
  • ohne Creative Cloud-Abo erwerbbar

Vorteile Photoshop

  • immens großer Funktionsumfang inkl. RAW-Entwicklung
  • einzelne Funktionen mit umfangreichen und detaillierten weiteren Unterfunktionen
  • Ebenen, Masken, Freistellen und vieles, vieles mehr
  • zahlreiche Filter, individuell anpassbar
  • Stapelverarbeitung ähnlich wie in Lightroom möglich
  • einfaches Ergänzen von Text, Linien, Rahmen und vielen weiteren Objekten
  • Zusammenfügen mehrerer Bilder zu einem
  • Bildverwaltung über Bridge

Lightroom oder Photoshop?

Benötigen Sie ein Programm, mit dem Sie Ihre (RAW-)Bilder sortieren, verwalten, vergleichen und deren Grundeinstellungen bearbeiten möchten, ist Lightroom das richtige für Sie. Für weitere Möglichkeiten der Bearbeitung Ihrer Bilder sowie Ebenen und Masken benötigen Sie Photoshop. Ihre Bilder können Sie dann über Bridge oder einen anderen Datei-Manager verwalten. Im Endeffekt kommt es auf diese Abwägung an, wozu Sie die Programme nutzen möchten. Und nicht zuletzt ist es wie bei so vielen Dingen eine Geschmacksfrage. Die Entscheidung, mit welchem Sie besser zurechtkommen oder lieber arbeiten, liegt daher natürlich schlussendlich immer bei Ihnen selbst.

Jetzt 20 % sparen

Gut, dass Sie für Ihre Entscheidungsfindung nicht die komplette Cloud abonnieren müssen, denn im speziellen Fotografie-Paket von Adobe sind beide Programme enthalten, sodass Sie sie testen können. Und als FLYERALARM Kunde sparen Sie bis zum 31. März 2018 sogar satte 20 %!

Hier geht`s zum Angebot
Raphael

Über Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

Ein Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar