Sammeldruck oder warum FLYERALARM so günstig ist

Der sogenannte Sammeldruck ist ein Produktionsverfahren, das insbesondere von Onlinedruckereien eingesetzt wird. Bereits 2002 – wir waren mit die erste Onlinedruckerei am Markt – hat FLYERALARM im Sammeldruck produziert. Damals war das Verfahren noch so gut wie nicht bekannt. In der Branche wurden wir skeptisch beäugt, doch wir verfolgten konsequent unseren Weg weiter mit dem Ziel, schnell und kostengünstig standardisierte Printprodukte zu drucken. Zudem wollten wir die Ersparnisse in der Produktion an unsere Kunden weitergeben und so neue Märkte erschließen. Was damals mit Flyern und Faltblättern begann, ist heute bei mehr als 3 Millionen Druckprodukten möglich. Über zehn Jahre haben wir das System weiterentwickelt, quasi „revolutioniert“ – und: wir werden nicht aufhören, daran zu arbeiten …

Sammeldruck bei FLYERALARM – so funktioniert es

In der Praxis kann man das Sammeldruckverfahren ein wenig mit dem Spieleklassiker „Tetris“ vergleichen. Zunächst sammeln wir von möglichst vielen Kunden Aufträge, die mit gleichem Papier und mit gleicher Auflage bestellt wurden. Ein Beispiel: Kunde A, Kunde B, Kunde C, Kunde D und viele weitere Kunden benötigen 5.000 Flyer, in den unterschiedlichsten Formaten, auf 250g Papier. Jeder dieser Aufträge ist ein „Tetris-Baustein“ und hat eine individuelle Form. In der Druckvorstufe platzieren wir am Computer die „Bausteine“ auf dem Druckbogen. Dabei ordnen wir die Aufträge ganz dicht nebeneinander an, sodass nur kleine Zwischenräume bleiben, aber keine größeren Lücken entstehen. Auf diese Weise füllen wir den Druckbogen Reihe für Reihe, bis die gesamte Fläche voll ist. Da ein Flyer immer aus einer Vorder- und Rückseite besteht, müssen wir pro Auftrag zwei Druckformen erstellen. Einen Druckbogen mit den Flyer-Vorderseiten und eine weitere Druckform mit den Rückseiten. Jeder Druckbogen wird anschließend 5.000 Mal im Bogenoffset-Verfahren gedruckt – die Vorderseite der Flyer auf die Vorderseite des Papiers, die Rückseiten der Flyer auf die Papierrückseite. Nach dem Druck wird der bedruckte Bogen an der Schneidemaschine geschnitten. Dabei werden die Aufträge separiert und können anschließend für den Versand vorbereitet werden.

Klingt einfach? Ist es vom Prinzip her auch. Besonders dann, wenn ein Druckbogen nur mit Visitenkarten gefüllt wird, die alle das gleiche Format haben. Kompliziert wird es, wenn unterschiedliche Formate ins Spiel kommen. Bereits in der Druckvorstufe, beim Platzieren der Daten, muss der spätere Schneideprozess berücksichtigt werden. Und hier gibt es eine große Herausforderung: Das über ein Meter lange Schneidemesser kann immer nur den gesamten Bogen durchschneiden – entweder komplett der Länge nach oder der Breite nach. Wäre hier ein Auftrag nicht zu hundert Prozent richtig platziert, würde er schlicht und ergreifend durchgeschnitten und müsste erneut gedruckt werden. Das passiert zum Glück so gut wie nie, dank vieler erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Allesamt Spezialisten auf ihrem Gebiet.

Die Vorteile des Sammeldrucks

Was sind die Vorteile dieses Produktionsverfahrens? Der Sammeldruck ist eine schnelle und kostengünstige Form der Druckproduktion. Viele einzelne Bestellungen können in wenigen Produktionsschritten parallel verarbeitet werden. Das spart nicht nur Zeit (z.B. Rüstzeit beim Einrichten der Druckmaschine), sondern auch Geld, denn die Produktionskosten (z.B. Kosten für Farbe, Druckplatten, Personal etc.) für einen Druckbogen verteilen sich auf viele Besteller. Zudem ist das Verfahren ressourcenschonend, da nur eine geringe Menge Papier im Abfall landet.

Masse statt Klasse?

Ganz im Gegenteil. Auch wenn dieses Negativ-Image zeitweise noch immer wie eine dunkle Wolke über dem Onlinedruck-Himmel schwebt. Wer bei Onlinedruckereien bestellt, muss trotz Sammeldruck in keinem Fall auf Qualität verzichten. Wie jede klassische Akzidenzdruckerei drucken auch wir bei FLYERALARM auf hochwertigen und modernen Bogenoffset-Druckmaschinen. Alle Produktionsstandorte sind seit 2009 PSO-zertifiziert (nach ISO 12647-2) und drucken nach dem „Prozess-Standard Offsetdruck“. Diese Norm wurde 2001 von der Forschungsgesellschaft Druck (Fogra) und dem Bundesverband Druck und Medien zur Sicherung der Qualität eingeführt.
Was es mit der Masse auf sich hat? Für manche Druckereien ist genau dieser Aspekt ein Nachteil. Will eine Druckerei kurze Lieferzeiten für alle Produkte gewährleisten, benötigt sie eine große Anzahl an Bestellungen. Ist diese vorhanden, ist der Bogen schnell gefüllt und der Kunde kann bereits kurze Zeit später ein 1A-Druckprodukt in Händen halten.

Dietlinde

Über Dietlinde

PR- und Marketing Expertin. Ist seit knapp neun Jahren im FLYERALARM Team und kennt das Unternehmen wie die eigene Westentasche. Liebt Porträts und Interviews mit Menschen aus aller Welt. Weitere Faibles: Innovative Print-Produkte, ungewöhnliche Promotion-Artikel und neue Marketingtrends.

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