Scann mich! Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von QR-Codes

von 28. Juli 2015 BeInspired Keine Kommentare

Noch immer hat der QR-Code den Durchbruch als Marketinginstrument nicht so richtig geschafft. Dabei kann er so viel mehr, als einfach nur auf eine Webseite zu leiten. Von einer Visitenkarte überträgt er zum Beispiel die Kontaktdaten direkt auf das Smartphone. Oder er beginnt eine Konversation, indem eine E-Mail gesendet oder eine Telefonnummer gewählt wird. Jeder hat heute sein Smartphone in der Tasche, doch wie oft scannt man tatsächlich einen QR-Code? Nur dann, wenn er auf einen vielversprechenden Content führt, zu etwas Interessantem, Gewinnbringendem, Lustigem. In jedem Fall sollte ein Mehrwert geschaffen werden, der mit einem Scan eine Aktion startet und dem Anwender Zeit erspart.

Riesige Vielfalt, QR-Codes zu nutzen

Dank QR-Codes ist es nicht nötig, ewig lange URLs abzutippen, um Informationen oder Tipps zu erhalten. Ebenso wenig wie das Eingeben einer Nummer oder das Suchen einer Person in sozialen Netzwerken. Wir haben einige Möglichkeiten zusammengestellt, wie Sie die Codes nutzen können:

Als PDF auch unten zum Download.

QR-Codes auf jedem bedruckbaren Material

Meist begegnen uns QR-Codes bei klassischen Printprodukten: in Zeitschriften, auf Flyern, Postern oder Aufklebern. Sie können auf allem platziert werden, was bedruckt und gestaltet werden kann. Dazu gehören Textilien wie Shirts oder Mützen ebenso wie Schmuck. Auch auf Häuserfassaden sehen wir die Codes immer öfter und sogar die Kunstszene hat sie für sich entdeckt. Gerade Streetart-Künstler verwenden sie gerne in ihren Werken. Richtig extravagant wird’s auf Lebensmitteln. So gibt es bereits Kekse und Schokolade, auf die ein QR-Code gesetzt wurde. In diesen Fällen muss der User mit dem Scannen nur schnell sein, bevor sie weggegessen sind. Den umgekehrten Fall stellt ein Tattoo dar. Einmal unter die Haut gebracht, ist der Code ewig scannbar.

Egal auf welchem Untergrund, ein QR-Code muss nicht unbedingt schwarz-weiß sein. Wichtig ist nur ein möglichst hoher Kontrast zwischen hellen und dunklen Stellen und dass der Code groß genug ist. Ein echter Hingucker sind Bilder oder Logos, die eingebunden werden. Bis zu 30 Prozent des Quadrats können von einer Grafik belegt werden, damit der Code noch funktioniert.

Im Internet gibt es mittlerweile unzählige Seiten, auf denen man schnell, unkompliziert und vor allem kostenfrei seinen eigenen QR-Code erstellen kann. Kann er als Vektordatei heruntergeladen werden, ist das optimal. So ist, egal wie groß er eingesetzt wird, kein Qualitätsverlust vorhanden. Wer es möglichst individuell mag, der hat auch in InDesign CC die Möglichkeit, seinen eigenen QR-Code genauso einfach zu gestalten. Für ältere Versionen gibt es ein Plugin.

QR-Codes sinnvoll einsetzen

So vielfältig anwendbar QR-Codes sind, bei ihrem Einsatz sollte doch einiges berücksichtigt werden. Zum Beispiel, dass immer mindestens eine kurze Erklärung dabeisteht, wohin der Code führt. Sonst ist die Hemmschwelle für den potenziellen User zu hoch. Je mehr Informationen der Code enthält, desto komplexer gerät sein Aussehen. Dann wird es besonders für ältere Mobilgeräte schwer, ihn zu erkennen und zu scannen. Setzen Sie bei langen Web-Adressen am besten einen URL-Verkürzer ein, um die Struktur des Codes so einfach wie möglich zu halten.

An einigen Orten können QR-Codes schlicht nicht gescannt werden und machen daher keinen Sinn. Vor allem dort, wo kein Hinkommen ist. Dazu gehören zum Beispiel Plakate gegenüber von Bahnsteigen oder Banner an Flugzeugen. Auch aus Fahrzeugen heraus kann nicht gescannt werden. An einer Autobahn fällt die Anwendung also genauso weg. Vielmehr bieten sich Orte an, an denen der User sein Smartphone schnell bei der Hand hat, zum Beispiel an Bus- oder Straßenbahnhaltestellen. In Gebäuden, in denen die Handynutzung verboten ist, lohnt es sich natürlich auch nicht, einen QR-Code zu verwenden.

In jedem Fall sollten die Codes vor der Platzierung mehrfach ausprobiert werden, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dabei ist eine Zielseite, die für mobile Geräte optimiert ist.

PDF zum Download: Infografik QR-Code

Raphael

Über Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

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