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Bilder in Vektorgrafiken umwandeln: JPG, PNG und mehr vektorisieren

By 2. Mai 2024 Tutorials
Flyeralarm Pixelbilder in Vektorgrafiken umwandeln

Ein JPG in eine Vektorgrafik umwandeln? Für manche Anwendungen müssen Bilder in Vektorgrafiken umgewandelt werden. Mit Illustrator und InDesign geht das ganz unkompliziert. Mit Photoshop können Sie immerhin den Umweg über einen Beschneidungspfad gehen.

Warum müssen Bilder in Vektorgrafiken umgewandelt werden?

Die meisten Grafiken und Bilder werden pixelbasiert erzeugt. Für bestimmte Zwecke sind jedoch Vektorgrafiken sinnvoll oder gar Bedingung. Zum Beispiel für den Einsatz von Sonderfarben oder das Bedrucken und Besticken von Textilien. Bei der Produktion von individuell gestalteten T-Shirts, Jacken oder Blusen werden Pfade benötigt, an denen sich die Druck- bzw. Stickmaschinen orientieren können.

Liegen Ihnen Pixelgrafiken vor, mit denen Sie Bekleidung gestalten möchten, sollten Sie diese Bilder in Vektorgrafiken umwandeln. Das kann je nach Ausgangsbild ganz schnell gehen oder ziemlich komplex sein. Generell eignet sich Adobe Illustrator dafür am besten, aber auch in InDesign ist dies mit ein paar Einschränkungen möglich. Ein Logo in eine Vektorgrafik umzuwandeln sollte in diesen Fällen gut funktionieren. Photoshop eignet sich dafür nur bedingt, hier können Sie lediglich einen Beschneidungspfad anlegen.

Nachteil: In InDesign und Photoshop wird nur ein Vektor-Rahmen um ein Pixelbild erzeugt. Das Bild ist nach wie vor in der Datei vorhanden – und nicht unbegrenzt skalierbar. Daneben gibt es noch die alternativen Programme von Affinity, die sich ebenfalls für die Vektorisierung von Logos und Bildern eignen. Bevor Sie also ein JPG in eine Vektorgrafik umwandeln, sollte Sie sich im Klaren darüber sein, wozu Sie Ihre Grafik überhaupt brauchen:

Flyeralarm Pixellogo umwandeln

Bilder in Pfade umwandeln: verschiedene Anwendungsfälle

Grundsätzlich sollten Sie unterscheiden, wofür Sie Ihre Vektorgrafik benötigen. Wenn Sie beispielsweise ein Logo vektorisieren möchten, weil Sie es nur als Pixelgrafik haben, so benötigen Sie eine reine Vektorgrafik. Schliesslich soll Ihr Logo ja unendlich skalierbar sein und immer gestochen scharf aussehen. Hier kommen Sie um Adobe Illustrator (oder Affinity Designer) nicht herum.

Benötigen Sie lediglich ein freigestelltes Bild mit transparentem Hintergrund, um es per Transferdruck auf T-Shirts, Hoodies oder Taschen drucken zu lassen, genügt beispielsweise ein Beschneidungspfad um Ihr Pixelmotiv. Hier können Sie auch InDesign oder Photoshop anwenden – wenngleich dennoch Illustrator empfehlenswert ist.

Ganz generell gilt: Je komplexer ein Pixelbild ist, desto schwieriger die Vektorisierung. Farben, Farbverläufe, detaillierte Designs oder fotorealistische Motive stellen selbst erfahrene Grafikerinnen und Grafiker vor Herausforderungen.

Illustrator: Bild in Vektorgrafiken umwandeln

Wenn Sie ein JPG in eine Vektorgrafik umwandeln möchten, ist Adobe Illustrator (oder Affinity Designer) das Programm der Wahl: Hier können Sie echte Vektorgrafiken erzeugen. Beachten Sie jedoch, dass es sehr schwer sein kann, echte Fotos in Vektorgrafiken umzuwandeln. In diesem Beispiel soll ein pixeliges Logo in eine Vektorgrafik umgewandelt werden, sodass es am Ende bedenkenlos skalierbar und damit in jeder Grösse druckbar ist.

  1. Öffnen Sie Ihr Bild in Illustrator.

2. Wählen Sie in der Menüleiste unter Fenster den Bildnachzeichner aus.

3. Markieren Sie das Objekt mit dem Auswahlwerkzeug und aktivieren Sie danach den Bildnachzeichner. Geben Sie jetzt die Zahl der Farben Ihres Motivs ein (Weiss zählt ebenfalls) und setzen Sie ein Häkchen bei Vorschau.

Unter erweiterte Einstellungen können Sie noch die Anzahl der Pfade einstellen – je mehr Pfade, desto exakter wird Ihr Motiv nachgebildet. Zu viele Pfade machen die Bearbeitung allerdings sehr kompliziert und können das Ergebnis verschlechtern. Probieren Sie einfach verschiedene Einstellungen aus und überprüfen Sie das Ergebnis anhand der Bildvorschau.

4. Als nächstes klicken Sie in der Menüzeile auf Objekt und wählen dann umwandeln aus.

5. Jetzt ist Ihr Pixelbild in Vektoren umgewandelt. Die müssen allerdings noch ein bisschen bereinigt werden. Wollten Sie beispielsweise Ihr Logo auf ein hellgraues Shirt drucken lassen, muss der Hintergrund leer sein. Hier ist die weisse Fläche des ursprünglichen Pixelbildes noch Teil der Vektoren.

6. Um diesen Hintergrund jetzt zu entfernen, gehen Sie wie folgt vor:
Wählen Sie die Vektorgrafik an und klicken Sie im Menü zunächst unter Objekt auf Gruppierung aufheben.

7. Nun sind Ihre Vektoren nicht mehr miteinander verbunden und die weissen Flächen können einzeln ausgewählt und gelöscht werden.

8. Wenn alle weissen Flächen entfernt sind, können Sie mit dem Auswahlpfeil alle Vektoren auswählen. Das sieht dann so aus:

9. Jetzt ist Ihr Pixelbild in reine Vektoren umgewandelt. Sie können die Vektorgrafik nach Belieben umfärben, skalieren und bearbeiten.

10. Zum Schluss speichern Sie Ihre Vektorgrafik idealerweise als Illustrator-Datei, um sie später wieder bearbeiten zu können, und exportieren zum Druck eine PDF. Wählen Sie über das Menü unter Datei die Funktion speichern unter und dann Illustrator PDF aus und speichern Sie die PDF.

InDesign: Bild in Vektorgrafiken umwandeln

Genau genommen können Sie in InDesign keine Fotos in Vektorgrafiken umwandeln. Sie haben aber die Möglichkeit, ein Pixelbild mit einem Beschneidungspfad freizustellen. Das hilft, wenn Ihre Grafik lediglich eine äussere Kontur benötigt.

  1. Öffnen Sie Ihr Bild in InDesign.

2. Wählen Sie in der Menüzeile unter Objekt die Funktion Beschneidungspfad und dann Optionen aus.

3. Wählen Sie im neuen Fenster unter Clipping Path bei Art die Funktion Kanten suchen aus und setzen Sie bei Vorschau einen Haken. Je nach Motiv kann es das Ergebnis verbessern, wenn Sie bei Innenkanten einschliessen ebenfalls eine Haken setzen. Mithilfe der Regler kann nun der Beschneidungspfad bestmöglich eingestellt werden. Hier müssen Sie einfach ein bisschen Herumprobieren. Sobald Sie zufrieden sind, bestätigen Sie mit OK.

4. Jetzt muss der Beschneidungspfad noch in einen Rahmen umgewandelt werden. Gehen Sie dazu in der Menüzeile unter Objekt auf Beschneidungspfad und klicken Sie dann auf Beschneidungspfad in Rahmen konvertieren.

5. Jetzt ist Ihr Pixelbild mit einem Beschneidungspfad maskiert bzw. freigestellt.

6. Zuletzt müssen Sie die PDF exportieren: Wählen Sie über die Menüzeile unter Datei die Funktion Exportieren und hier Adobe Druck PDF aus und speichern Sie die PDF entsprechend.

Bilder in Vektorgrafiken umwandeln: Photoshop

Um eine JPG in eine Vektorgrafik umzuwandeln, eignet sich Photoshop eigentlich nur bedingt. Ähnlich wie in InDesign lässt sich hier lediglich eine Rahmenkontur bzw. ein Beschneidungspfad mit der Kontur des Motivs anlegen. In vielen Fällen ist das jedoch auch genug – eine echte, unbegrenzt skalierbare Vektorgrafik bekommt man über Photoshop aber nicht.

So stellen Sie in Adobe Photoshop ein Pixelbild mit einem Arbeitspfad und der Bildmaske frei:

1. Öffnen Sie Ihr Bild in Photoshop.

2. Wählen Sie in der Werkzeugleiste ein passendes Auswahlwerkzeug aus und markieren Sie das Motiv. Je nach Motiv kann dies schnell gehen oder auch etwas länger dauern.

3. Haben Sie das Objekt ausgewählt, klicken Sie nun auf den Button Auswählen und maskieren. Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier können Sie Ihre Auswahl noch verbessern, zum Beispiel mit der Kantenerkennung. Wenn Sie mit Ihrem freigestellten Motiv zufrieden sind, klicken Sie auf OK.

4. Im Ebenen-Menü wenden Sie jetzt eine Maske auf Ihr Bild an.
Klicken Sie hierzu einfach auf das kleine Maskierungs-Icon (Rechteck mit Punkt in der Mitte). Wenn Sie nun mit gedrückter Strg-Taste bei PC oder Apfel-Taste bei Mac auf Ihre Ebenen-Maske klicken, wird das Motiv wieder ausgewählt.

5. Jetzt müssen Sie nur noch im Menü unter Pfade auf „Arbeitspfad erstellen“ klicken und dann mit OK bestätigen.

6. Jetzt ist Ihr Pixelbild mit einem Vektorrahmen maskiert.

7. Anschliessend speichern Sie Ihre Datei als PDF. Wählen Sie dazu in der Menüleiste unter Datei die Funktion Speichern unter die Option Photoshop PDF aus und speichern Sie Ihre PDF entsprechend.

Als Video-Tutorial:

Was ist zu beachten? Hinweise der FLYERALARM Grafikerinnen und Grafiker

Fragt man eine Grafikerin oder einen Grafiker, ob sie oder er „mal schnell“ dieses pixelige Logo in eine Vektorgrafik umwandeln kann, bekommt man häufig die gleiche Antwort: Der Profi zieht zischend Luft ein, kneift die Augen zusammen und sagt „Oh, das muss ich mir genauer ansehen …“. Gefolgt von einem hin- und her wiegenden Kopf, prophetischem Gemurmel und dem Griff zur Kaffeetasse.

Aber im Ernst: Fotos in Vektorgrafiken umwandeln kann eine harte Nuss sein. Je simpler die Grafik, desto einfacher ist es, sie in eine Vektorgrafik umzuwandeln. Fotos beispielsweise eignen sich daher nicht für die Vektorisierung. Sie bestehen aus zu vielen Pixeln, was eine Pfaderstellung schwierig macht. Ausserdem sollte Adobe Illustrator immer das Programm der Wahl sein, wenn es um das Vektorisieren von Pixelbildern geht. Mit InDesign kommen Sie zwar ebenfalls zu einem brauchbaren Ergebnis, dieses Vorgehen ist jedoch ein bisschen aufwendiger. Mit Photoshop hingegen können Sie lediglich behelfsweise Beschneidungspfade anlegen. Zum Erstellen von Druckdaten für Produkte, die Vektorgrafiken benötigen, eignet sich dieses Programm nicht.

Alternative zum Logo in Vektorgrafik umwandeln: Logo online gestalten

Falls Sie auf der Suche nach einem gänzlich neuen Logo sind oder Sie sich mit dem Vektorisieren einer JPG einfach nicht herumschlagen möchten, können den Layout-Service von FLYERALARM nutzen. Wir designen Sie nicht nur Drucksachen, Werbetechnik und Give Aways, sondern gestalten auch ganz nach Ihren eigenen Wünschen Logos und Grafiken.

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Doreen

About Doreen

Doreen ist eine echte Vollblut-Texterin, die schon so manche Tastatur an ihre Grenzen brachte. Sie ist vielseitig interessiert und beruflich schon immer im Marketing zu Hause. Am liebsten bringt sie nützliches Druckwissen und kreative Werbeideen auf den Punkt.

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