Tutorial: Pixelbilder in Vektorgrafiken umwandeln mit Illustrator, Photoshop und InDesign

By 20. Oktober 2020 Januar 27th, 2022 Allgemein
Tutorial: Pixelbilder in Vektorgrafiken umwandeln

Für manche Anwendungen müssen Pixelbilder in Vektorgrafiken umgewandelt werden. Mit Illustrator und InDesign geht das ganz unkompliziert. Mit Photoshop können Sie immerhin den Umweg über einen Beschneidungspfad gehen.

Die meisten Grafiken und Bilder werden pixelbasiert erzeugt. Für bestimmte Zwecke sind jedoch Vektorgrafiken sinnvoll oder gar Bedingung. Zum Beispiel für den Einsatz von Sonderfarben oder das Bedrucken und Besticken von Textilien. Bei der Produktion von individuell gestalteten T-Shirts, Jacken oder Blusen werden Pfade benötigt, an denen sich die Druck- bzw. Stickmaschinen orientieren können. Liegen Ihnen Pixelgrafiken vor, mit denen Sie Bekleidung gestalten möchten, sollten Sie diese daher in Vektorgrafiken umwandeln. Dazu eignet sich am besten Adobe Illustrator, aber auch in InDesign ist dies möglich. Photoshop eignet sich dafür nur bedingt, hier können Sie lediglich einen Beschneidungspfad anlegen.

Für das Tutorial wurden die Versionen der Adobe Creative Cloud für Windows verwendet.

Illustrator

  • Markieren Sie das Objekt mit dem Auswahl-Werkzeug.
  • Wählen Sie über das Dropdown-Menü neben „Bildnachzeichner“ eine Option aus. Im Beispiel haben wir „3 Farben“ gewählt. (Alternativ: Über Objekt > Bildnachzeichner > Erstellen)
  • Sie erhalten eine Vorschau, über den Button „Umwandeln“ wird Ihr Objekt in Pfade konvertiert.
  • Nun sind alle Bestandteile Ihrer Grafik gruppiert und Sie können sie beliebig skalieren, ohne Qualitätsverlust. Wollen Sie nur einzelne Elemente bearbeiten, können Sie mit Rechtsklick die Option „Gruppierung aufheben“ auswählen.
  • Speichern Sie die Datei als PDF/X-3:2002.

InDesign

  • Fügen Sie das Motiv ein und wählen Sie es mit dem Auswahlwerkzeug aus.
  • Wählen Sie Objekt > Beschneidungspfad > Optionen und hier „Kanten suchen“ aus.
  • Stellen Sie Schwellenwert und Toleranz so ein, dass Ihre Grafik möglichst genau von dem Pfad umschlossen ist. Setzen Sie dazu unbedingt den Haken bei „Vorschau“. Bei Bedarf schliessen Sie auch die Innenkanten Ihrer Grafik ein.
  • Bestätigen Sie mit „OK“.
  • Exportieren Sie die Datei als PDF/X-3:2002.
  • Möchten Sie das Motiv neu einfärben:
  • Wählen Sie über Rechtsklick „Beschneidungspfad in Rahmen konvertieren“.
  • Löschen Sie das ursprüngliche Bild.
  • Nun können Sie den Pfad einfärben.

Photoshop (Beschneidungspfad)

Bitte beachten Sie: Wenn Sie die Qualität Ihrer Bilder erhöhen und die Kanten schärfen möchten, so eignet sich das Vorgehen mit Photoshop hervorragend. Möchten Sie jedoch Druckdaten für ein Produkt erstellen, für das Sie ausschliesslich Vektordaten liefern müssen, so sollten Sie auf InDesign oder Illustrator zurückgreifen, um Ihre Pixelbilder in Vektoren umzuwandeln. Denn selbst nach der hier beschriebenen Bearbeitung mit Photoshop enthalten Ihre fertigen Daten noch Pixelgrafiken, keine Vektoren.

  • Wählen Sie das Zeichenstift-Werkzeug.
  • Zeichnen Sie damit Schritt für Schritt die Umrisse der Grafik nach. Bei geraden Linien wie in unserem Beispiel ist das relativ simpel, hier einfach die Ecken markieren. Kurven sind ein bisschen anspruchsvoller, halten Sie die linke Maustaste gedrückt, um diese nachzuzeichnen, oder nutzen Sie das Rundungszeichenstift-Werkzeug.
  • Wenn Sie das Freiform-Zeichenstift-Werkzeug benutzen, achten Sie darauf, dass die Option „Magnetisch“ aktiviert ist.
  • Doppelklicken Sie im Reiter „Pfade“ auf „Arbeitspfad“ und benennen Sie den Pfad in dem sich öffnenden Fenster um.
  • Klicken Sie im Pfade-Menü auf „Beschneidungspfad“. Bestätigen Sie in dem sich öffnenden Fenster mit „OK“. Eine Eingabe im Feld „Kurvenannäherung“ ist nicht notwendig.
  • Speichern Sie die Datei als PDF/X-3:2002.

Nicht alle Pixelbilder lassen sich in Vektorgrafiken umwandeln

Grundsätzlich gilt: Je simpler die Grafik, desto einfacher ist es, sie in eine Vektorgrafik umzuwandeln. Fotos beispielsweise eignen sich daher nicht für die Vektorisierung. Sie bestehen aus zu vielen Pixeln, was eine Pfaderstellung schwierig macht. Ausserdem sollte Adobe Illustrator immer das Programm der Wahl sein, wenn es um das Vektorisieren von Pixelbildern geht. Mit InDesign kommen Sie zwar ebenfalls zu einem brauchbaren Ergebnis, dieses Vorgehen ist jedoch ein bisschen aufwendiger. Mit Photoshop hingegen können Sie lediglich behelfsweise Beschneidungspfade anlegen. Zum Erstellen von Druckdaten für Produkte, die Vektorgrafiken benötigen, eignet sich dieses Programm nicht.

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Joel

About Joel

Joel ist ein echter Vollblut-Texter, der schon so manche Tastatur an ihre Grenzen brachte. Er ist vielseitig interessiert und beruflich schon immer im Marketing zu Hause. Am liebsten bringt er nützliches Druckwissen und kreative Werbeideen auf den Punkt.

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