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Tutorial: Druckfähiges PDF mit Illustrator erstellen

By 24. Mai 2017 Oktober 26th, 2022 Know-how
Druckfähige PDF erstellen mit Illustrator

Ein druckfähiges PDF mit Illustrator erstellen: In dieser Step-by-Step-Anleitung finden Sie alle wichtigen Dinge, die es für den korrekten Export zu beachten gilt.

Seinen Namen hat Adobe Illustrator nicht umsonst, schließlich richtet es sich in erster Linie an Grafiker und Designer, die mit Ihren Arbeiten alles Mögliche illustrieren. Dazu können auch Druckprodukte gehören, die in dem Programm ebenso praktisch zu erstellen sind wie zum Beispiel in InDesign oder anderen auch. Für eine optimale Druckdatei gilt es lediglich ein paar Dinge beim Anlegen und Exportieren zu beachten, die dennoch nicht unerheblich sind für das gewünschte Ergebnis. Das folgende Tutorial führt Sie daher Schritt für Schritt durch die wichtigsten Punkte für ein druckfähiges PDF und die Anlieferung an Ihre Online-Druckerei FLYERALARM. Anleitung und Screenshots basieren dabei auf Illustrator 2015.3 für Windows, das Vorgehen für ältere Versionen und Mac-User ist jedoch nahezu identisch.

Schritt 1: ICC-Profile installieren

Um Druckdaten korrekt zu erstellen und zu exportieren, ist das richtige ICC-Profil ein wichtiger Teil der Basis. Laden Sie daher auf eci.org/de/downloads unter dem Abschnitt „ICC-Profile der ECI (alte Versionen)“ die Profile „ISO Coated v2“ (für Werbetechnik-Artikel) sowie „ISO Coated v2 300%“ (für alle anderen Druckprodukte) herunter. Um sie zu installieren, klicken Sie in Windows mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Profil und wählen „Installieren“. Nutzen Sie einen Mac, kopieren Sie die gewünschten Profile in den Ordner Library/ColorSync/Profiles/Recommended. Nun können Sie in sämtlichen verwendeten Programmen auf sie zurückgreifen.
Um in Illustrator direkt mit dem richtigen Farbprofil zu arbeiten, wählen Sie im Menü Bearbeiten > Farbeinstellungen, klicken Sie auf „Mehr Optionen“ und wählen Sie den entsprechenden CMYK-Arbeitsfarbraum aus.

Schritt 2: Datei anlegen

Legen Sie die Eckdaten für Ihr Dokument fest. Geben Sie bei „Breite“ und „Höhe“ das Endformat Ihres gewählten Produktes ein und bei „Anschnitt“ die Beschnittzugabe, wie Sie sie im entsprechenden Datenblatt zum Produkt finden. Im Beispiel legen wir einen DIN A5 Flyer an, der auf jeder Seite 1 mm Beschnittzugabe erfordert. Diese wird im Dokument schließlich als rote Linie gekennzeichnet, platzieren Sie Ihre Inhalte (Grafiken, Fotos, Hintergründe etc.) immer bis mindestens an diese rote Linie heran.

Um die Größe Ihres Layouts im Nachhinein zu ändern, klicken Sie auf „Datei“ und „Dokument einrichten“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie direkt die Beschnittzugabe anpassen können. Klicken Sie auf „Zeichenfläche bearbeiten“, um die exakten Maße Ihres Dokumentes (also Höhe und Breite) zu ändern.

Im Gegensatz zu anderen Adobe-Programmen können Sie Höhe und Breite hier jedoch nicht direkt im sich öffnenden Fenster anpassen. Stattdessen müssen Sie im Reiter „Eigenschaften“ unter dem Punkt „Zeichenfläche“ und „Transformieren“ die Breite und Höhe eingeben.

Schritt 3: Export

Haben Sie die Gestaltung Ihres Produktes abgeschlossen, wählen Sie im Menü Datei > Speichern unter. Geben Sie in dem sich öffnenden Fenster Ihrer Datei einen Namen und wählen Sie als Dateityp „Adobe PDF“ aus. Sie gelangen nun zu den Export-Einstellungen mit den folgenden Kategorien:

  • Allgemein

    Wählen Sie als Adobe PDF-Vorgabe „PDF/X-3:2002“ aus (1) und stellen Sie unter Standard „PDF/X-3:2002“ (2) sowie unter Kompatibilität „PDF 1.3“ ein (3).
    Eine Ausnahme bilden Daten, die zum Bedrucken von Bekleidung oder Baumwolltaschen gedacht sind. Diese müssen als PDF/X-4 exportiert werden.

  • Komprimierung

    Stellen Sie bei Farb- und Graustufenbildern die bikubische Neuberechnung auf 356 ppi für Bilder mit mehr als 450 ppi ein.

  • Marken und Anschnitt

    Damit die Beschnittzugabe beim Export berücksichtigt wird, setzen Sie das Häkchen bei „Anschnitteinstellungen des Dokuments verwenden“. Achten Sie zudem unbedingt darauf, dass keine der Marken aktiviert ist.

  • Ausgabe

    Wählen Sie bei Farbkonvertierung „Keine Umwandlung“ aus und kontrollieren Sie bei Name des Ausgabemethodenprofils, dass „ISO Coated v2 300%“ (bei Druckprodukten) bzw. „ISO Coated v2“ (bei Werbetechnikprodukten) eingestellt ist. Aufgrund der Voreinstellungen in Schritt 1 sollte das richtige Farbprofil jedoch bereits automatisch ausgewählt sein.

  • Erweitert

    Durch das Wählen der PDF-Vorgabe „PDF/X-3:2002“ sollte bei der Vorgabe zum Reduzieren der Transparenz bereits „Hohe Auflösung“ voreingestellt und nicht anpassbar sein. Sollten Sie das Dropdownmenü dennoch auswählen können, stellen Sie hier „Hohe Auflösung“ ein.

  • Sicherheit

    Wenn Sie „PDF/X-3:2002“ ausgewählt haben, sollten Sie in dieser Kategorie nichts einstellen können – und das ist auch gut so. Denn wäre ein Kennwort zum Öffnen und/oder Drucken benötigt, könnte die Datei nicht verarbeitet werden.

  • Übersicht

    Hier erhalten Sie auf einen Blick noch einmal alle Einstellungen, die Sie in den einzelnen Kategorien vorgenommen haben. Es werden auch etwaige Warnungen angezeigt, wenn Anpassungen nicht in Ordnung sein sollten oder nicht miteinander vereinbar sein könnten.

Haben Sie alle Einstellungen vorgenommen, klicken Sie abschließend auf „PDF speichern“ und Sie erhalten Ihr druckfähiges PDF. Wie Sie dieses, bevor Sie es an die Druckerei übergeben, noch einmal untersuchen können, erfahren Sie in unserem Beitrag „Druckdaten prüfen mit Adobe Acrobat Pro XI“.

Klassiker und Neuheiten

Sie haben gelernt, wie Sie ganz einfach ein PDF mit Illustrator generieren können. Jetzt gilt es, dieses neue Wissen anzuwenden! Bei Ihrer Online-Druckerei FLYERALARM können Sie natürlich sämtliche Klassiker wie Flyer, Faltblätter oder Plakate gestalten. Jeden Monat wird das Sortiment jedoch auch durch jede Menge neue Produkte erweitert. Wussten Sie zum Beispiel schon, dass Sie zahlreiche Werbeartikel wie Kugelschreiber oder Feuerzeuge bedrucken lassen können? Oder Werbetechnikprodukte wie Pavillons und Vinylboden? Schauen Sie einfach immer mal wieder rein bei unseren Neuheiten!

Zu den aktuellen Neuheiten
Charlotte

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Charlotte – das U steht für Unwissenheit! Denn wenn irgendwo ein großer Haufen Fachwissen ungenutzt herumliegt, dauert es nicht lange, bis Charlotte die Witterung aufnimmt, sich die Kenntnisse einverleibt und einen blitzsauberen Blogbeitrag daraus bastelt.

13 Kommentare

  • Katja sagt:

    Ich bin nun mehrmals genau den Anweisungen gefolgt. Habe das Foto in CMYK umgewandelt und die richtigen Einstellungen verwendet. Dennoch erhalte ich, wenn ich das PDF öffne und in der Druckproduktion die Ausgabevorschau öffne angezeigt, dass der Gesamtfarbauftrag höher als 300% ist. Wo liegt mein Fehler?

    • Marco sagt:

      Hallo Katja,
      puh, so eine Ferndiagnose ist natürlich immer gewagt. Um wie viele Prozentpunkte liegt der Farbauftrag denn über 300 %? Wenn das nur ein paar Prozentpunkte sind, die nur punktuelle Elemente Ihres Layouts betreffen, dann können Sie die Druckdaten auch so hochladen. Der Farbauftrag wird dann automatisch reduziert.
      Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie sich an unsere Kolleginnen und Kollegen aus der grafischen Abteilung wenden: 0931 46584 004

      Herzliche Grüße
      Marco

  • Sabine sagt:

    hallo, muss ich eigentlich Fotos vorher zb in Photoshop in CMYK Bilder umwandeln oder wandelt Illustrator automatisch beim PDF alle Fotos in CMYK um. Ist da ein Qualitätsunterschied?

    • Marco sagt:

      Hallo,
      also auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die Fotos mit Photoshop in CMYK umwandeln (https://www.flyeralarm.com/blog/de/tutorial-mit-photoshop-rgb-in-cmyk-umwandeln). Denn bei der automatischen Umwandlung mit Illustrator kann es zu dezenten Farbverschiebungen kommen. Das können Sie bei der händischen Umwandlung mit Photoshop vermeiden. Wie stark die Unterschiede zwischen der automatischen Umwandlung beim Export und der händischen Umwandlung mit Photoshop sind, hängt jedoch von Ihren Fotos ab. In der Regel sind diese Unterschiede sehr gering, aber Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder.
      Grundsätzlich können Sie inzwischen sogar Fotos im RGB-Farbraum in Ihren Druckdaten lassen, die von unseren Druckmaschinen (bzw. der vorgeschalteten Software) automatisch konvertiert werden. Aber auch hier kommt es zu Farbunterschieden.

      Herzliche Grüße
      Marco

  • Karen sagt:

    Hallo,
    ich vermisse hier und auch im entsprechenden Datenblatt – wie Maurizio schon geschrieben hat – zu den großformatigen Produkten, wie z.B. Textilfaltdisplays eine Angabe, ob in PDF/X-3 oder PDF/X4 exportiert werden muss.
    Über die Hotline konnte mir diese Frage leider nicht beantwortet werden. Ich erhielt leider nur den Hinweis auf den Rückrufservice, der mehrere Tage dauern kann – bei gewünschter Express-Bestellung schwierig…
    Grüße und Danke!

    • Doreen sagt:

      Hallo Karen,
      es tut uns leid, dass Sie über unsere Hotline bisher keine zufriedenstellende Antwort erhalten haben. Zur Sicherheit fragen wir für Sie noch einmal bei unseren Grafik-Profis nach und melden und so bald wie möglich wieder.

      Herzliche Grüße
      Doreen

  • Maurizio sagt:

    PDF/X-3:2002 (mit dem PDF-Format 1.3) hat übrigens eine maximale Zeichenfläche von 45 x 45 Zoll… d.h. wenn man Werbetechnik-Produkte mit mehr als 1,14 m in einer Dimension anlegt (z.B. ein Rollup mit einer Höhe von 2,00 m), dann kann kein maßstabgetreues PDF erzeugt werden. Wird dieses verlangt (es gibt auch Anbieter, die im Maßstab 1:2 oder 1:10 die Daten anfordern), dann muss man zwangsläufig auf das PDF-Format 1.6 umstellen und da landet man dann automatisch bei PDF/X-4. Oder irre ich mich? Hier müssten die Anforderungen für die Druckdaten-Erstellung überarbeitet werden.

  • Kai sagt:

    Gibt es bald eine Anleitung für Affinity Designer, Publisher und Photo? Das wäre klasse, da wir auch auf Affinity gerade wechseln.

    • Marco sagt:

      Hallo Kai,
      das ist ein wichtiges Thema und steht definitiv auf unserer To-do-Liste. Behalten Sie einfach den Blog im Auge. 😉

      Viele Grüße
      Marco

  • Julian sagt:

    Es wäre sehr gut wenn auch mal ein Artikel für die Affinity Reihe erscheinen würde. Diese machen den Adobe Produkten seit einem Jahr mächtig Konkurrenz. Leider scheint es PDF X-3:2002 dort nicht zu geben sondern nur PDF X-3:2003, welcher Laut Definition um einiges neuer ist. Es wäre also sehr praktisch zu wissen wie man mit diesem neueren Exportformat dennoch einen gelungenen Druck über PDF bei euch bestellen kann.

    • Raphael sagt:

      Hallo Julian,
      die Affinity Programme beobachten wir bereits seit Längerem, hierzu werden mit Sicherheit noch Beiträge folgen.
      2003 wurde eine Revision des PDF/X-3 durchgeführt, aus der das PDF X-3:2003 hervorgegangen ist. Für den Export von Druckdaten ist es ebenso zu gebrauchen wie sein Vorgänger PDF X-3:2002.
      Herzliche Grüße aus Würzburg
      Raphael

  • hans sagt:

    Wow sehr interessanter und lehrreicher Artikel! LG Hans

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