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Mittelstand: Rückgrat mit Rückenschmerzen?

Der Mittelstand prägt die deutsche Wirtschaft, kämpft jedoch mit hohen Hürden wie Bürokratie, Energiekosten und Fachkräftemangel. Welche Lösungen es braucht, erklärt Sebastian Krauß vom BVMW im Interview.

Sebastian Krauß, Mitglied der Bundesgeschäftsleitung / Politik Inland des BVMW e.V. vor einem Industriepark
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Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als Rückgrat der deutschen Wirtschaft – und stehen täglich vor Herausforderungen: Bürokratie frisst Zeit und Nerven. Energiepreise machen Standorte unattraktiv und der Fachkräftemangel ist vielerorts existenzbedrohend. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für den Mittelstand zu verbessern.

Podcast-Interview mit Sebastian Krauß vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW)

Kapitel 1: Intro

Doreen: Herzlich willkommen bei Erfolgsdruck – Stories aus dem Mittelstand, dem FLYERALARM Podcast über druckreife Marketing- und Businessideen. Ich bin Doreen.

Marco: Und ich bin Marco.

Doreen: FLYERALARM ist zu 100 % Mittelstand. Als Marketing- und Druckpartner ist es unsere Mission, den Mittelstand in jeder erdenklichen Branche zu unterstützen. Unser Podcast-Claim ist „Stories aus dem Mittelstand“. Aber wer genau ist denn dieser Mittelstand – dieses Rückgrat unserer Wirtschaft – eigentlich? Vor welchen Problemen und Herausforderungen stehen die Menschen, mit denen wir hier sprechen, und wie lassen die sich lösen? Darum soll es in dieser Folge gehen.

Marco: Deshalb haben wir uns Sebastian Kraus eingeladen. Er ist Bundesgeschäftsleiter für Politik Inland beim Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft, also dem BVMW. Der BVMW – das ist der größte freiwillig organisierte Verband für den Mittelstand in Deutschland und hat 28.000 Mitgliedsunternehmen. Die Aufgaben des BVMW sind quasi das Repräsentieren kleiner und mittelständischer Unternehmen auf politischer Ebene. Dafür spricht Sebastian Kraus mit Bundestagsabgeordneten, anderen Politikern und Politikerinnen, Verbänden und generell eigentlich jedem, der Einfluss auf Gesetzgebung und Gesellschaft nehmen kann. Und wie er das macht, das erzählt er uns am besten selbst.

Kapitel 2: Wer oder was ist „der Mittelstand“?

Doreen: Hallo Herr Kraus und willkommen in unserem Podcast.

Herr Kraus: Ja, hallo! Vielen Dank für die Einladung.

Doreen: Gerne. Wann ist denn der Erfolgsdruck in Ihrem Job am größten?

Herr Kraus: Ja, der Erfolgsdruck ist immer dann am größten, wenn die politischen Herausforderungen in unserem Land sehr groß sind. Wenn Zeitenwenden anstehen, wenn sich tektonische Verschiebungen ergeben – sei es durch geopolitische Auswirkungen, beispielsweise aus der Ukraine-Krise – und unsere Mittelständler vor ganz großen Transformationsaufgaben stehen: Energiekrise, Fachkräftemangel – all diese Dinge bewegen kleine und mittlere Unternehmen in unserem Land sehr.

Marco: Bevor wir so ganz genau in die Tätigkeiten beim BVMW springen, vielleicht mal ganz zum Anfang: Beim Wort Mittelstand denkt jetzt mancher vielleicht so an irgendwie kleine schrullige Handwerksbetriebe oder eine Bäckerei ums Eck oder irgendwie so ein kleines Lädchen, bei dem keiner so genau weiß, wie sich das überhaupt halten kann. Was ist denn an diesem Bild dran?

Herr Kraus: Ja, es ist Teil der Wahrheit. Also, der Mittelstand – das ist ja das Charmante und Schöne – ist wahnsinnig breit aufgestellt. Der besteht aus dem Soloselbstständigen, dem Freiberufler, Künstler genauso wie aus den sogenannten Hidden Champions, den Herstellern von ganz spezifischen Schrauben und all diesen Dingen, die auf den Weltmärkten bekannt sind und teilweise dann auch schon mehrere tausend Mitarbeiter haben. Es ist alles dabei. Da sehen sich ganz viele Menschen in unserem Land wieder und repräsentieren dieses Erfolgsmodell, für das auch Deutschland ja bekannt ist – mit dem Qualitätslevel „Made in Germany“.

Doreen: Wir haben ja mal ein bisschen recherchiert, und das ist ja der Wahnsinn: Je nach Quelle heißt es ja, bis zu 99 % aller Unternehmen zählen zum Mittelstand. Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland arbeiten im Mittelstand, über 70 % aller Auszubildenden. Stimmt das Ihrer Meinung nach? Und warum schließen wir uns denn so gern in so kleinen und mittelgroßen Betrieben zusammen?

Herr Kraus: Ja, das stimmt. Die Zahlen verwundern dann oftmals die breite Bevölkerung, wie relevant der Mittelstand für die Wirtschaft insgesamt ist. Viele haben ja, wenn sie an Wirtschaft denken, vor allem die großen Betriebe vor Augen – egal ob das jetzt die Allianz ist, Siemens oder viele weitere, die man vielleicht aus dem DAX kennt. Aber die Realität ist eine andere in unserem Land. Wir sind mittelständisch geprägt – das sind kleine und mittlere Unternehmen. Und viele tun sich da zusammen, weil das die Unternehmen sind, die nicht nur in den großen Ballungsräumen aktiv sind, sondern gerade auch im ländlichen Raum. Und gerade vor Ort dann auch eine wichtige gesellschaftliche Rolle einnehmen.

Marco: Ist der Begriff „ein mittelständisches Unternehmen“ oder „der Mittelstand“ eigentlich genau definiert, oder ist das immer so eine Auslegungssache – welches Unternehmen zählt jetzt zum Mittelstand, welches nicht mehr, welches hat den Mittelstand vielleicht verlassen und ist zu groß dafür?

Herr Kraus: Ja, da könnte man jetzt die Juristenantwort geben: „Das kommt darauf an.“ Es gibt eine offizielle Antwort – es gibt eine EU-Definition, die sagt: bis 250 Mitarbeiter, das sind mittelständische Betriebe. Gleichwohl ist es so, dass ich auch viele – ja, schon größere Unternehmen mit zwei-, dreitausend Mitarbeitern – noch unter dem Mittelstandsbegriff sehe. Es geht oft auch um familiengeführte Unternehmen, die natürlich auch über viele Generationen das aufgebaut haben und sich sehr eng verwurzelt sehen. Die zählen wir auch genauso dazu.
Für uns ist eben diese enge Verwurzelung mit der lokalen Gemeinschaft von enormer Bedeutung – und auch das Inhabergeführte. Das sind entscheidende Aspekte, um zum Mittelstand zu zählen.

Doreen: Was unterscheidet denn so ganz grundsätzlich jetzt den Mittelstand und mittelständische Betriebe von Konzernen wie Siemens, Volkswagen, SAP?

Herr Kraus: Ja, es ist die regionale Verwurzelung. Darauf bin ich schon ein Stück weit eingegangen – wirklich vor Ort zu sein, auch die Kenntnis der eigenen Mitarbeiter. In den meisten mittelständischen Betrieben ist es wirklich so: Da kennt der Geschäftsführer die Auszubildende und umgekehrt. Und dieser direkte persönliche Kontakt auch mit der eigenen Belegschaft – eben weil es kleinere Betriebe sind, weil man sich täglich begegnet auf den Fluren – das ist enorm wichtig und unterscheidet uns auch von den größeren. Neben auch anderen Dingen, die gerade auch in der öffentlichen Diskussion eine Rolle spielen. Unsere Unternehmen sind – ich habe es gesagt – auch ländlich verwurzelt, in ihren Gemeinschaften, in Sportvereinen aktiv, sehr nah dran an der Bevölkerung. Und die bleiben auch – selbst wenn die Standortbedingungen schlecht sind. Die Mittelständler sehen sich tief verwurzelt mit ihrer Community und machen weiter. Und das unterscheidet uns von den Größeren, die dann vielleicht ins Ausland schielen, sagen: „Vielleicht verlege ich irgendwie den Unternehmenssitz und mache Outsourcing.“ Das ist bei uns weniger der Fall. Wir sind da sehr nah an der Bevölkerung und der Gesellschaft dran.

Kapitel 3: Herausforderungen im Mittelstand und die Aufgabe des BVMW e.V.

Doreen: Ich könnte mir vorstellen, dieses Herzblut, das man da reinsteckt, ist wahrscheinlich Fluch und Segen zugleich. Es bringt ja auch dann Probleme mit sich, weil man eben nicht sagen kann oder sagen möchte: „Ich produziere dann jetzt mal in Fernost – ist billiger.“ Vor welchem Problem steht denn der Mittelstand aufgrund seiner Größe?

Herr Kraus: Ja, darüber machen wir natürlich regelmäßig Umfragen unter unseren Mitgliedern, stehen ja auch im direkten Kontakt mit den Unternehmerinnen und Unternehmern. Es sind so ein paar Großthemen: Es ist die Energiekrise – die Strompreise, die gerade jetzt auch durch den Russland-Ukraine-Krieg durch die Decke geschossen sind, die ja nicht wettbewerbsfähig sind, wenn man einfach guckt, wie es in anderen Ländern läuft.

Es sind Dinge wie Arbeitskräftemangel – wir leben ja in einer alternden Gesellschaft, in der gerade jetzt ganz viele Babyboomer auch in die Rente gehen und entsprechend auch eine Lücke klafft. Und ja, unsere Unternehmer müssen natürlich auch dafür werben, in ganz entlegene Ecken unseres Landes zu gehen, wo wir unsere Stammsitze haben. Und das sind all diese Dinge – neben dem Topthema derzeit: Bürokratie. Alles, was unsere Unternehmer spät abends noch ärgert, wenn sie irgendwelche Formulare und Berichtspflichten erfüllen müssen und sich eigentlich nicht auf das fokussieren können, was sie machen möchten – nämlich ihren Betrieb weiterentwickeln, etwas für ihre Mitarbeiter tun, innovativer werden. Das sind so die großen Punkte.

Marco: Wir haben über strukturelle Aspekte gesprochen oder auch politische Schwierigkeiten, die der Mittelstand manchmal hat. Gibt es auch Schwierigkeiten – oder zumindest Aspekte – am Mittelstand, die so ein bisschen hausgemacht sind, wo sich vielleicht der eine oder andere kleine und mittelgroße Betrieb selbst im Weg steht?

Herr Kraus: Ja, das gibt es sicherlich auch. Bei uns ist es ja so – ich habe es ein Stück weit gesagt: Wir sind inhabergeführt. Also das Mindset des Mittelständlers ist eher auf 30, 40 Jahre ausgerichtet. Das hat viele Vorteile, weil man auch bereit ist, mal eine größere Investition anzugehen – aber nicht in diesen kurzen disruptiven Phasen, in denen gerade auch viele disruptive Technologien – ich nenne jetzt mal Künstliche Intelligenz – voranschreiten und sich die Dinge sehr schnell verändern. Da tun wir uns manchmal ein bisschen schwer. Genau deswegen geht es auch darum, Hilfestellung anzubieten und eine Handreichung zu geben an den Mittelständler, der ja gar nicht die Ressourcen, die Mitarbeiter hat, um sich mit diesen Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. Und da könnten wir manchmal ein bisschen beweglicher sein, möchte ich sagen.

Doreen: Das stimmt. Und bei diesen Aufgaben oder Problemen kommen Sie quasi in Ihrem Alltag zum Einsatz? Das ist das, womit Sie sich täglich beschäftigen, wenn ich richtig verstanden habe?

Herr Kraus: Genauso ist es. Es sind diese ganz großen Herausforderungen, diese strukturellen Defizite, die uns jetzt natürlich Bauchschmerzen bereiten. Es sind aber auch diese Zukunftsfragen: Künstliche Intelligenz – wie kann ich meinen Business Case effizienter gestalten? Wie kann ich Schritt halten mit meinen Wettbewerbern in USA, China, die uns einfach zwei, drei Schritte voraus sind derzeit? Und es geht immer darum, einerseits für gute Rahmenbedingungen hier im politischen Berlin zu werben – dass sich an den strukturellen Problemen etwas ändert –, aber auch gleichzeitig direkte, praxisnahe Angebote zu entwickeln, sodass der Mittelständler, der eben keinen Innovationsbeauftragten bei sich im Hause hat – wenn er nur 20 Mitarbeiter hat, ist das was anderes als ein Großkonzern – da können Sie keine Abteilung dafür extra kreieren. Und da kommen wir ins Spiel und bieten genau diese Cluster an, diese Workshops – und da können Sie sich dann gewissermaßen bedienen an den Themen, die auf ihre Branche ganz speziell zugeschnitten sind.

Marco: Wie könnte das denn im Detail aussehen? Wenn ich jetzt zum Beispiel eine Bäckerei bin und habe auch vielleicht so zwei, drei Filialen, und ich bin auf der Suche nach neuen Auszubildenden, aber ich finde einfach keine – kann ich dann auf Sie zukommen und sagen: „Ich bräuchte irgendwie Tipps und Tricks, wie ich mehr Auszubildende anlocken kann“?

Herr Kraus: Genauso ist es. Es gibt einerseits Veranstaltungsformate, wo Sie dann als Mittelständler hingehen können, wo wir auch Arbeitskräfte mit Arbeitgebern zusammenbringen – ganz konkret. Und dann natürlich auch über unsere regionalen Repräsentanten. Unser Verband ist ja dezentral aufgestellt – knapp 300 Kollegen in der Fläche, die wirklich dann vor Ort regionale Unternehmernetzwerke betreuen. Und manchmal ist das dann wirklich die Mundpropaganda – so, dass ein Unternehmer sagt: „Ich kenne da jemanden, der sucht was in der Branche. Du hast doch was.“ So ist das ja auch ganz häufig. Und da kann man profitieren, indem man sich diesen Netzwerken anschließt und daraus dann auch entsprechende Arbeitskräfte – in dem Fall – in den Betrieb holt.

Marco: Also ganz konkrete Hilfe für ganz konkrete Problemstellungen bieten Sie an?

Herr Kraus: Genau. Es ist der Wissenstransfer, es ist das Netzwerk – da kommen viele Dinge zusammen. Und am Ende haben wir gute Erfahrungen gemacht, wenn es dann darum geht, genau solche großen Probleme anzugehen.

Kapitel 4: German Mittelstand und die Zukunft des Mittelstands

Marco: Bei unserer Recherche sind wir immer mal wieder auf den Begriff „German Mittelstand“ gestoßen – also gerade in englischsprachigen Publikationen. Warum gibt es diesen feststehenden Begriff? Und gibt es den Mittelstand nur in Deutschland?

Herr Kraus: Den Mittelstand gibt es schon in besonderer Weise in Deutschland. Es gibt ja so knapp 2.700 Hidden Champions – 1.300 davon, die Zahl ist ein bisschen geschrumpft, kommen aus unserem Land. Was ist das? Das sind Unternehmen in Nischenmärkten – das kann eine spezielle Schraube sein oder ein Ventil, das aber in dieser Nische weltweit führend ist. Und das gibt es deswegen vor allem, weil wir über viele Jahre gute Cluster gebildet haben – Unternehmen mit den Fachhochschulen, mit berufsbildenden Schulen vor Ort, die einen guten Transfer hinkriegen zwischen Ausbildung und Betrieb.

Und so hat sich über Zeit einfach ein System entwickelt, das stilbildend ist – weltweit. Es kommen auch immer mal wieder ausländische Delegationen zu uns in den Verband, die dann fragen: „Ja, warum kriegen wir das nicht hin – in den USA oder anderswo?“ Und das ist das Schöne: Es ist eben nicht so leicht zu kopieren – dieses System hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Daran nehmen sich viele ein Beispiel. Deswegen ist das mittlerweile eine eigene Begrifflichkeit im Ausland. Und natürlich – auch das ist das Schöne – steht es für ein gewisses Qualitätslabel, nämlich dieses „Made in Germany“, für das unsere Unternehmen sehr geschätzt werden, als verlässlich, qualitativ arbeitend wahrgenommen werden – und das auch sind. Und das wollen wir natürlich erhalten.

Marco: Beim Thema Hidden Champions habe ich jetzt sofort das Bild im Kopf von irgendwie so vor sich hin tüftelnden Menschen, die in der Garage oder im Hinterzimmer irgendwas zusammenstöpseln – und dann auf die Idee kommen: „Das könnte wirklich klappen!“ Wie viel ist denn da dran?

Herr Kraus: Also, das sind ja oftmals eher gestandene Unternehmer. Diese Hidden Champions – das sind dann so Dynastien, könnte man sagen. Teilweise in ihren eigenen Städten richtige Größen – auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Aber klar, wir haben auch diese Tüftler – diese, sage ich mal, „Garagenmentalität“ im positiven Sinne. Die gibt’s auch bei uns. Wir haben auch einen sehr genauen Blick auf die Start-ups in Deutschland – die sehen wir immer als den Mittelstand von morgen an. Das sind die, die wir perspektivisch mal zu diesen Hidden Champions entwickeln wollen. Deswegen ist das auch ein Thema, an dem wir sehr eng arbeiten – und versuchen, Start-ups mit dem Mittelstand zusammenzubringen, teilweise auch um diese unterschiedlichen Denkweisen, die es gibt zwischen diesen Sektoren in der Wirtschaft, zu verknüpfen – und daraus mehr zu machen, als es aktuell noch ist.

Doreen: Das war ja jetzt schon ein kleiner Blick in die Zukunft. Würden Sie uns vielleicht noch mal einen Einblick geben – wie sieht’s denn um den Mittelstand im Jahr 2050 aus?

Herr Kraus: Also ich hoffe, dass wir dann immer noch einen Großteil dieser Hidden Champions stellen werden. Und in diesen Nischenmärkten dann doch den großen Wettbewerbern – USA, China, diese Gegenden, die Europa derzeit ein Stück weit zerreiben – standhalten können. Und dass unsere Produkte und Dienstleistungen immer noch so gefragt sind. Für 2050 erhoffe ich mir, dass der Mittelstand all diese Fragen, die derzeit auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden – wie erschließen wir Künstliche Intelligenz, wie dekarbonisieren wir unsere Wirtschaft über Wasserstoff, über Elektrifizierung – gut gelöst hat.

Dass wir auf einer guten Infrastruktur arbeiten – und gleichzeitig auch Traditionsunternehmen in die nächste Generation mitgenommen haben, Nachfolgen gut gestaltet haben. Auch das ist ein großes Thema bei uns – natürlich in der alternden Gesellschaft, die auch die Unternehmenslandschaft betrifft. Dass sie entsprechend positiv übernommen wurden. Ja, ich hoffe, dass dieses System Mittelstand hält. Dass wir weiterhin auch eine gesellschaftliche Rolle spielen, für den Zusammenhalt im Land sorgen – und weiterhin so wirken können, wie wir das derzeit tun.

Kapitel 5: Outro

Doreen: Das hoffe ich auch! Vielen lieben Dank für das Gespräch, Herr Kraus – es hat sehr viel Spaß gemacht.

Marco: Ja, herzlichen Dank nochmal! Das war sehr interessant.

Herr Kraus: Danke sehr!

Doreen: Tschüss!
Marco: Ciao!

Doreen: Wenn ihr jetzt neugierig auf die Arbeit des BVMW geworden seid, dann schaut doch einfach mal auf deren Webseite vorbei – die ist einfach: www.bvmw.de. Hier kann man direkt Mitglied werden oder auch einfach einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren – wenn ihr z. B. wissen wollt, was euch konkret so eine Mitgliedschaft bringt.

Marco: Was euch auf jeden Fall etwas bringt: Diesen Podcast zu abonnieren – und auch die nächsten Folgen anzuhören. Und wir können euch nur empfehlen: Folgt den FLYERALARM Social-Media-Kanälen – auf LinkedIn, Facebook, Instagram und so weiter. In diesem Sinne: Ciao und bis bald!

Doreen: Tschüss!

Ganze Episode bei YouTube ►

Shownotes

„Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft“ heißt es häufig in den Medien. Und es scheint zu stimmen. Denn je nach Quelle liest man, dass bis zu 99 % aller Firmen in Deutschland dem Mittelstand, also kleinen und mittleren Unternehmen (kurz: KMU), zugerechnet werden. 54 % aller Beschäftigen sollen im Mittelstand arbeiten und bis zu 70 % aller Auszubildenden lernen ihr Handwerk im Mittelstand. Aber wer genau ist dieser Mittelstand eigentlich? Welche Menschen stehen dahinter? Vor welchen Herausforderungen stehen sie und wohin können sie sich mit ihren Anliegen wenden?

Sebastian Krauß vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW) weiß es ganz genau. Als Mitglied der Bundesgeschäftsleitung / Politik Inland ist es seine Aufgabe, sich auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für kleine und mittelgroße Unternehmen einzusetzen. Erfahren Sie in dieser Folge:

  • was KMUs von großen Konzernen unterscheidet
  • was es mit dem Begriff „German Mittelstand“ auf sich hat
  • vor welchen Herausforderungen der Mittelstand in Deutschland steht
  • wie der BVMW e.V. die Anliegen deutscher KMUs angeht
  • welche Vorteile eine Mitgliedschaft im BVMW e.V. mit sich bringt

FLYERALARM ist Premiumpartner des BVMW e.V.
Mehr Infos unter https://www.flyeralarm.com/de/i/unternehmen/wir-ueber-uns oder in der dazugehörigen Pressemitteilung des BVMW.

Website vom BVMW e.V.: https://www.bvmw.de
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Weitere Podcast-Episoden ►

Wer ist der „Mittelstand“ eigentlich?

Der Mittelstand ist vielfältig – vom selbstständigen Handwerker bzw. der Handwerkerin über die kleine Bäckerei ums Eck bis hin zum Produktionsbetrieb, der mit mehreren hundert Mitarbeitenden echte Innovationen herstellt. Deutschland ist weltweit bekannt für seine mittelständischen Nischen-Weltmarktführer. Diese so genannten „Hidden Champions“ sind oft familiengeführt, technikverliebt und dabei hochprofessionell. Viele von ihnen sind ausländischen Investoren oder Delegationen ein Vorbild – denn das Modell „German Mittelstand“ ist schwer zu kopieren.

Und von wie vielen Unternehmen innerhalb unserer Ländergrenzen sprechen wir hier? Nun ja, von fast allen! Denn über 3,5 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und damit über 99 % aller Betriebe in Deutschland zählen zum Mittelstand. Was sie alle eint? Die regionale Verwurzelung, die persönliche Nähe zur Belegschaft und oft eine generationsübergreifende Inhaberführung. Das ist mehr als nur Wirtschaft – das ist gesellschaftliches Engagement auf dem Land und in der Stadt.

In den meisten kleinen und mittelständischen Betrieben kennt der Geschäftsführer die Auszubildenden und umgekehrt.

Sebastian KraußMitglied der Bundesgeschäftsleitung / Politik Inland des BVMW e.V.

FLYERALARM ist Premiumpartner des BVMW e.V.

FLYERALARM ist selbst zu 100 % Mittelstand. Und genau deshalb verstehen wir die Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen täglich konfrontiert sind. Wir wissen: Wer erfolgreich sein will, braucht Aufmerksamkeit – digital wie analog. Doch Marketing muss nicht kompliziert oder teuer sein. Wir unterstützen Unternehmen aller Branchen mit durchdachten Druck- und Marketinglösungen – für jede Gelegenheit, jeden Anlass, jede Zielgruppe. Überzeugen Sie sich selbst – zum Beispiel im Onlineshop auf unseren Branchen- und Themenwelten oder nutzen Sie einen von zahlreichen Services, die Ihnen schnell und einfach weiterhelfen, an Ihr Ziel zu kommen.

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