Serie Veredelungstechniken: Brillanz zum Fühlen – Heißfolie

von 21. Juli 2015 BeInspired 2 Kommentare

Eine ausgefallene Optik allein reicht in der Printwerbung nicht mehr – Haptik heißt das Zauberwort. Deshalb stellen wir mit der Heißfolie eine weitere Veredelungsform vor, die nicht nur einen auffallenden Glanz, sondern auch einen weiteren Effekt erzeugt. Wie der partielle UV-Lack hebt sie bestimmte Elemente hervor. Damit gewinnt es sofort die Aufmerksamkeit des Betrachters – und Sie einen neuen Kunden, Partner oder Interessenten. Mit einer Veredelung in edlen Farben machen Sie Ihre Flyer, Grußkarten oder Broschüren zu einem Erlebnis für Augen und Hände.

Wenn Sie direkt wissen wollen, worauf bei der Druckdatenerstellung zu achten ist – hier geht’s zum Tutorial: Zum Tutorial

Wie die Folie aufs Papier kommt

Bei der Heißfolienveredelung wird mittels hoher Temperatur und Druck das Papier mit einer Folie beschichtet. Über im Sammeldruckverfahren hergestellte Druckbogen laufen zwei Folienbänder, bei Bedarf auch zwei verschiedenfarbige. Bei 120° C werden diese mit der Stempelplatte auf das Papier gedrückt. Das Folienmaterial löst sich dabei und wird so an den gewünschten Stellen aufs Papier aufgebracht. Bei FLYERALARM können auf diese Weise pro Stunde bis zu 3.500 DIN A3-Bogen mit Heißfolie veredelt werden.

Farbzusammenspiel und minimale Schriftgröße

Für die Heißfolienveredelung eignen sich vor allem metallische Farben wie Gold, Silber, Rot oder eine Hologrammoptik. Dementsprechend sollten Ihre Motive farblich passend zum Hintergrund gewählt sein. Gerade bei Gold und Silber bietet sich ein dunklerer Hintergrund an, der die Grafik- oder Textelemente ideal hervorhebt. Schwarze Visitenkarten mit einem goldenen Logo oder Schriftzug zum Beispiel sorgen für einen optischen Hingucker und hinterlassen Eindruck. Allerdings nur, wenn sie nicht zu klein gewählt sind. Bei der Schrift sollte eine Größe ab 14 Punkt benutzt werden, da die einzelnen Buchstaben sonst zu klein und nicht gut fühlbar werden. Gleiches gilt für Linien. Auch zu kleine grafische Elemente werden nicht als veredelte Teile wahrgenommen, weder vom Auge noch vom Finger. Die geprägte Christbaumkugel auf der Postkarte zu Weihnachten darf also ruhig ein wenig größer sein. Zu dünnes Papier ist für die Heißfolienveredelung nicht geeignet, wir empfehlen eine Grammatur von mindestens 300 g.

Für ein optimales Ergebnis:

  • veredelte Flächen mindestens 1 cm2
  • hohe Grammatur (ab 300 g)
  • mindestens Schriftgröße 14
  • positive Linien mindestens 3 Punkt
  • Abstand von mind. 2 mm zu anderen veredelten Objekten oder Falzlinien beachten

Heißfolienveredelung im Einsatz

Ideal zur Geltung kommt die glänzende Heißfolie im Kontrast mit mattem Papier. Zum Beispiel auf der Titelseite einer Broschüre oder eines Magazins. In Kombination mit einem festen Einbandpapier wird Ihre edle Cover-Gestaltung so weiter aufgewertet. Das erleichtert dem Besucher am Zeitschriftenregal die Auswahl. Und auch Ihr Katalog macht mit veredelten Elementen auf dem Umschlag mächtig Eindruck auf Ihre Kunden. Denn die Heißfolie spricht nicht nur den visuellen Sinn an, sondern auch den haptischen. Da die folierten Elemente leicht auf dem Papier erhaben sind, wird das In-die-Hand-nehmen zum Erlebnis. Daher eignet sich die Veredelung mit Heißfolie auch für die Gestaltung von Flyern. Ist bereits die erste Berührung außergewöhnlich, erlangt das Flugblatt sofort die gewünschte Aufmerksamkeit. Denselben Effekt erreichen Sie auch auf Gruß- und Einladungskarten, die Sie an Ihre Kunden, Partner und Mitarbeiter versenden. Die Karten machen nicht nur zu Weihnachten eine gute Figur, sondern bieten sich zu jedem Anlass an. Ob Einladungen zu Präsentationen und Festen aller Art oder Glückwünsche zu Jubiläen und Feiertagen – mit Heißfolienveredelung machen Sie Ihre Schreiben zu etwas Besonderem.

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Raphael

Über Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

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