Bereit für den Druck?

von 23. Juni 2015 Know-how Ein Kommentar

Beim Anlegen von Dateien für den Druck gilt es vielerlei Vorgaben zu beachten: Dateiformat, Beschnitt, Schriftgröße, etc. Warum eigentlich? Warum ist es so wichtig, dass die Bilder eine bestimmte Auflösung haben oder der Farbraum CMYK gewählt ist? Wir schauen hinter die Kulissen der Onlinedruck-Produktion und klären über die wichtigsten Punkte auf.

Farbraum

Für den Druck wird der CMYK-Farbmodus verwendet, bestehend aus Cyan, Magenta, Yellow und der Key Colour Schwarz. Im Druckprozess werden diese Farben nacheinander aufgebracht und ergeben je nach prozentualem Einsatz das Gesamtbild. Die Erstellung der Druckdaten im CMYK-Farbraum ist daher immens wichtig, um eventuelle Farbabweichungen zu vermeiden. So sollten zum Beispiel digitale Bilder, die im RGB (Rot, Grün, Blau)-Farbraum erstellt wurden, unbedingt umgewandelt werden. Denn RGB beschreibt lediglich Farbwahrnehmungen, wie sie zum Beispiel am Bildschirm eingesetzt werden. Das Umwandeln in CMYK kann vor dem Einsatz im Layout-Programm erfolgen oder beim Exportieren daraus.

Auflösung

Die Auflösung wird in dpi angegeben, in „dots per inch“, also „Punkte pro Zoll“. Diese Punktdichte beschreibt die Detailgenauigkeit der zu druckenden Darstellung. Je höher also die dpi-Zahl, desto schärfer das Ergebnis. Gerade bei kleineren Produkten, die aus der Nähe betrachtet werden, ist daher eine höhere Auflösung besser. In der Regel beträgt sie hier mindestens 300 dpi. Bei größeren Drucksachen oder Werbemitteln ab DIN A3 können auch 150 bis 200 dpi ausreichen. Es gibt aber auch Produkte, die eine höhere dpi-Zahl erfordern, zum Beispiel Stempel (600 dpi).

Beschnittzugabe und Sicherheitsabstand

Im Sammeldruckverfahren werden mehrere Produkte auf einem Druckbogen zusammengefügt und nach dem Druck aus diesem herausgeschnitten. Um dabei etwaige Ungenauigkeiten auszugleichen, ist eine gewisse Toleranz vonnöten: die Beschnittzugabe. FLYERALARM versucht diese möglichst gering zu halten, um nur wenig Papier unbedruckt zu lassen und Abfall zu vermeiden. So liegt der Beschnitt bei kleineren Formaten bei gerade 1 mm. Je größer das Format, desto mehr Beschnitt wird nötig. Um die Gefahr eines eventuellen Anschneidens zu vermeiden, sollten Texte und wichtige Inhalte einen gewissen Abstand zum Rand aufweisen.

Dateiformate

Gedruckt werden können nur bestimmte Dateiformate: TIF, JPG oder am besten PDF. In einem druckfähigen PDF sind alle verwendeten Daten und Elemente wie Fotos, Grafiken, Texte und Linien eingebunden. So kann die Datei direkt gedruckt werden, ohne dass sie geöffnet oder bearbeitet werden muss. Das beste Ergebnis bei der Erstellung eines druckfähigen PDFs liefern professionelle Layout-Programme wie InDesign, Illustrator oder QuarkXPress.

Für jedes Produkt gelten individuelle Vorgaben. Daher unbedingt immer das jeweilige Datenblatt beachten, das FLYERALARM am Ende der Konfiguration zur Verfügung stellt. Eine allgemeine und ausführliche Zusammenfassung, was bei der Druckdatenerstellung berücksichtigt werden muss, finden Sie hier:

Raphael

Über Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

Ein Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar