Bildformate: JPG, TIF & Co.

By 14. Dezember 2016 Februar 28th, 2020 Know-how

JPG, TIF, PNG und GIF sind die gängigsten Bildformate. Worin unterscheiden sie sich und für welchen Zweck werden sie verwendet?

Fotos und Grafiken können Sie in vielen verschiedenen Dateiformaten abspeichern, Wikipedia listet zum Beispiel über 70 verschiedene Bildformate auf. Sie unterscheiden sich in Informationen wie Bitanzahl und Kompression oder sind nur mit bestimmten Programmen kompatibel. Diese Spezifikationen haben dazu geführt, dass sich nur ein kleiner Teil dieser Vielzahl in der Praxis durchgesetzt hat. Die wichtigsten unter ihnen sind JPG, PNG, TIFF und GIF, da sie die meistgestellten Anforderungen erfüllen und in den meisten Programmen zu verwenden sind. Doch worin unterscheiden sich Bildformate genau und für welchen Verwendungszweck sind sie am besten geeignet?

JPG (JPEG)

Das von der Joint Photographic Experts Group entwickelte Format ist weltweit das gängigste, wenn es um digitale Bilder geht. Dies hat es in erster Linie seinem Verhältnis von Qualität zu Dateigröße zu verdanken. Denn um eine möglichst geringe Dateigröße zu erhalten, sind JPGs komprimiert, d.h. ähnliche Pixel werden zusammengefasst. Dabei gehen zwar Bildinformationen verloren, sofern das Motiv nicht zu groß und die Komprimierung nicht zu stark ausfällt, nimmt das menschliche Auge dies jedoch nicht wahr. Dafür sind die Dateien klein genug für den Versand per Mail oder die Verwendung im Internet. Qualitativ hochwertige JPGs sind auch für den Druck geeignet.

TIF (TIFF)

Das Tagged Image File Format ist in erster Linie für Bilder mit sehr hoher Qualität gedacht. Denn anders als beim JPG werden die Bildinformationen nicht oder zumindest verlustfrei komprimiert. Dafür ist die Dateigröße jedoch auch entsprechend hoch, was eine Verwendung im Internet im Prinzip ausschließt. Für den Druck sind sie hingegen umso geeigneter, vor allem, wenn detailreiche Motive gedruckt werden sollen. Dabei müssen Sie nur darauf achten, Ihre Druckdateien auf eine Hintergrundebene zu reduzieren.

PNG

Der Name verrät bereits den primären Einsatzort des PNG-Formates: Portable Network Graphics sind in erster Linie für den Bildschirm gedacht und unterstützen den CMYK-Farbraum nicht. Daher können Sie auch keine PNGs für den Druck anliefern – in Ihre Gestaltung können Sie sie aber natürlich einbauen, wenn Sie abschließend PDFs, JPGs oder TIFs exportieren. Denn neben der verlustfreien Komprimierung bietet das PNG-Format vor allem den Vorteil, dass es Transparenzen darstellen kann, was vor allem bei der Arbeit mit freigestellten Motiven von Vorteil ist.

GIF

Weil das GIF-Format (Graphic Interchange Format) nur 256 Farben darstellen kann, ist es lediglich für wenig komplexe Bilder mit einer geringen Qualität geeignet. Deshalb wurde es vor allem im Internet eingesetzt, mittlerweile sind hier allerdings PNGs üblich. Da es Transparenzen abbilden kann und in einer GIF-Datei mehrere Einzelbilder in einer Datei abgespeichert werden können, bietet sich das Format jedoch hervorragend für kleine Animationen an.

Fazit: Bildformate und ihr Einsatzzweck hängen eng zusammen

Kurz zusammengefasst: JPGs haben das beste Verhältnis von Qualität zu Dateigröße, TIFs bieten die höchste Qualität für den Druck, mit PNGs sind Transparenzen, aber kein CMYK möglich und GIFs sind in erster Linie für kleine Animationen im Netz beliebt. Neben dem bevorzugten PDF-Format können Sie Ihre Druckdaten also auch im JPG- oder TIF-Format anliefern, zum Beispiel für Ihre Geschäftsausstattung, Ihre Gastroartikel oder Ihre Werbemittel am Point of Sale.

Raphael

About Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

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