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Große Sportereignisse sind ideal, um mit einem Public Viewing Gäste anzulocken. Ob Welt- oder Europameisterschaften im Fußball, die Olympischen Spiele oder packende Endspiele anderer Sportarten – die kollektive Begeisterung bringt Menschen zusammen. Doch bevor Sie ein solches Event organisieren, gibt es einige Regeln, die Sie beachten sollten.
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient zur Information und stellt keine rechtliche Beratung dar. Wenn Sie eine rechtliche Beratung zu Ihrem konkreten Vorhaben benötigen, sprechen Sie mit einem Anwalt.
Erinnern Sie sich auch noch an manche Großereignisse im Sport, zum Beispiel im Fußball? Im Sommer 2006 erlebte das ganze Land einen Freudentaumel, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Stellen Sie sich vor: Eine Nation kollektiv im schwarz-rot-goldenen Freudentaumel – versammelt auf Partymeilen, vor Leinwänden in Vereinsheimen oder vor Flachbildfernsehern in Kneipen. Eine derart besondere Atmosphäre sollten Sie nutzen!
Public Viewings sind für Vereine und gastronomische Betriebe eine ideale Gelegenheit, um ihre Bekanntheit zu steigern und von euphorisierten Gästen zu profitieren. Jedoch gibt es bei der öffentlichen Übertragung sportlicher Großereignisse, speziell bei Welt- und Europameisterschaften im Fußball, einige rechtliche Aspekte, die es dringend zu beachten gilt.
Allgemeine Tipps zur Organisation von Events finden Sie ebenfalls hier im Blog.
Regeln der UEFA für Public Viewings
Was ist ein Public Viewing Event laut FIFA?
Ein Public Viewing Event liegt laut FIFA immer dann vor, „wenn Spiele des FIFA World Cup 26™ außerhalb einer privaten Wohnung für Publikum“ gezeigt werden. Das bedeutet, egal ob in Bars, Restaurants, Büros, Vereinsheimen, Kinos oder auf Freiflächen. Entscheidend ist: Eine Übertragung wird „öffentlich“ zugänglich gemacht.
Wann brauche ich eine Lizenz der FIFA?
Eine formale Lizenz wird benötigt, wenn das Public Viewing als kommerziell eingestuft wird oder als Special Non-Commercial Public Viewing (nicht-kommerziell, aber sehr groß). Auch ohne Lizenz gilt: Nicht-kommerzielle Public Viewings sind nur erlaubt, wenn alle FIFA-Regeln eingehalten werden – zum Beispiel Live-Übertragung ohne Verzögerung und ohne Bildmanipulation.
Unterschieden werden
- kommerzielle Public Viewings
- nicht-kommerzielle Public Viewings
- Special Non-Commercial Public Viewings
Wann ist ein Public Viewing kommerziell?
Ein kommerzielles Public Viewing liegt vor, sobald ein wirtschaftlicher Vorteil entsteht – typisch sind direkter oder indirekter Eintritt, Sponsoring/„Partner“-Aktivierungen oder vergleichbare kommerzielle Verwertung. Nicht-kommerziell ist ein Event nur dann, wenn es rein ohne zusätzliche Kommerzialisierung läuft. Der Sonderfall heißt Special Non-Commercial: nicht-kommerziell, aber mit mehr als 5.000 Zuschauenden.
Für die Gastronomie ist das besonders wichtig: Zeigt ein Gastronom oder eine Gastronomin WM-Spiele in der Bar, ohne Eintritt, ohne Preisaufschläge und ohne Sponsoring-Aktionen, kann das als nicht-kommerzielles Public Viewing gelten, wenn die Übertragung im normalen Geschäftsbetrieb stattfindet. In dem Fall ist keine formale FIFA-Public-Viewing-Lizenz erforderlich – die FIFA-Regeln zur Übertragung gelten trotzdem (live, unverändert, offizielles Signal).
Selbst die Übertragung in der Sportgaststätte wird jedoch kommerziell, wenn z. B. eine Reservierungsgebühr verlangt wird, Promotions wie „Eintritt inklusive Freigetränk“ stattfinden, wenn ein Mindestverzehr speziell während einer Spiel-Übertragung gilt, bezahlte Sponsor-Brandings im Eventbereich stattfinden oder beworbene „Presented by“-Partner vorgestellt werden. In diesen Fällen ist eine kommerzielle Lizenz Pflicht. Und ganz unabhängig davon gilt: Sobald die Kapazität über 5.000 steigt, ist es ein Special Non-Commercial Public Viewing und damit lizenzpflichtig.
Details stehen in der FIFA Knowledge Base: Zur FIFA Knowledge Base
Wichtig: Dieser Beitrag dient nur zur groben Information. Holen Sie sich im Zweifelsfall eine rechtliche Beratung ein.
Wo und wie kann ich eine Public Viewing Lizenz beantragen?
Die Beantragung läuft über das offizielle Public-Viewing-Portal der FIFA bzw. über den jeweiligen Lizenzgeber (FIFA oder der FIFA-nominierte Broadcaster im Land). Für kommerzielle Events zählen u. a. Angaben zu Ort, Zeit, Kapazität, Kommerzialisierung und Eintritt.
Hier können Sie direkt bei der FIFA eine Public-Viewing-Lizenz beantragen: Public-Viewing-Lizenz bei der FIFA beantragen
Tipps für nicht-kommerzielle Public Viewings
Für interne Firmen-Events (z. B. Sommerfest) oder Vereinsabende gilt: keine Eintrittsgebühr, kein Sponsoring, keine „Partner“-Brandings rund ums Spiel. Wichtig ist außerdem eine saubere Live-Übertragung: Keine Verzögerung, keine Wiederholung, keine eigenen Einblendungen im Bild. So bleibt das Event entspannt – und regelkonform.
Veranstalten Sie ein Public Viewing, sollten Sie keine Möglichkeit ungenutzt lassen, um von der emotionalen Stimmung Ihrer Besucherinnen und Besucher zu profitieren. Investieren Sie in sportbezogene Werbemittel und präsentieren Sie sich als Sportsfreundin oder Sportsfreund. So bleiben Sie nachhaltig im Gedächtnis Ihrer Gäste und werden mit den positiven Erinnerungen an das Sportereignis assoziiert.
Vom schwarz-rot-goldenen Glasuntersetzer bis zu individuell bedruckten Klatschpappen sind Ihrer Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Entwerfen Sie einen eigenen Spielplan als praktisches Faltblatt, den Ihre Gäste mit nach Hause nehmen können, bedrucken Sie Getränkedosen oder bestellen Sie praktische Klebeetiketten mit Ihrem Firmenlogo und Sprüchen, die zu der Sportart, die Sie zeigen wollen, passen.
Wichtig ist, dass Sie die Urheberrechte nicht verletzen. Verwenden Sie jedoch ausschließlich allgemeine sport- oder länderbezogene Grafiken und Designs, sind Sie auf der sicheren Seite. Auch hier müssen Sie jedoch die üblichen Bildrechte erwerben. So steht einem gelungene Public Viewing nichts mehr im Weg!
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