Corporate Language: Tipps und Tricks

von 3. Oktober 2018 BeInspired Keine Kommentare
Corporate Language

Für Unternehmen, die Wert auf einen professionellen, geschlossenen Außenauftritt legen, ist eine Corporate Language unersetzlich. Der individuelle Sprachstil zieht sich durch jede Art von Kommunikation, ob E-Mails, Kundengespräche, Werbetexte oder sogar interne Dokumente.

Wer schreibt, möchte gelesen werden. Wer spricht, möchte gehört werden. Das gilt für Autoren und Schriftsteller genauso wie für Unternehmen. Denn jede Firma kommuniziert – mit Kunden, um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, oder mit Mitarbeitern, um bessere Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Doch wie erreichen Unternehmen ihre Zielgruppe tatsächlich? Die Lösung: lesenswerte Texte und eine passende Corporate Language.

Was ist eine Corporate Language?

Eine individuelle Corporate Language spiegelt den Charakter eines Unternehmens wieder und passt perfekt zur Zielgruppe, die der Betrieb erreichen möchte. Dabei zieht sich die Firmensprache durch sämtliche Bereiche, von E-Mails und Kundengesprächen über Werbeanzeigen und Marketingmaßnahmen bis hin zu internen Dokumenten und Mitarbeitermagazinen. Natürlich darf sich die Sprache je nach Medium unterscheiden – jedoch nur in Nuancen. Eine Corporate Language bietet quasi sprachliche Leitplanken, innerhalb derer sich alle Mitarbeiter eines Unternehmens bewegen dürfen.

Eine Corporate Language definieren

Eine Corporate Language ist identitätsstiftend, einzigartig und verkaufsfördernd – wenn sie zum Unternehmen und dessen Zielgruppe passt. Die wichtigste Vorarbeit zur Etablierung einer Firmensprache ist deshalb eine möglichst genaue Zielgruppenanalyse. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie ebenfalls hier im Blog. Haben Sie Ihre Zielgruppe festgelegt, sollten Sie Ihre generelle Kundenansprache an diese anpassen. Erstellen Sie dazu ein Glossar mit Begriffen, die Sie in Ihrer Kommunikation fortan verwenden möchten. Eine einfache Übung hierfür ist, für häufig verwendete Ausdrücke Synonyme zu finden und passende auszuwählen.

Ein Beispiel anhand eines Handwerksbetriebs: Statt einfach nur gut können Dienstleistungen oder Produkte eines Handwerkers auch solide, in Handarbeit gefertigt, traditionell, wertbeständig, langlebig oder verlässlich sein. Ein Start-up hingegen hat smarte, clevere, innovative, angesagte, abgefahrene oder moderne Ideen, Lösungen und Angebote.
Diesem simplen Beispiel folgend können Sie sich für Begriffe, die Sie häufig in Ihrer Kommunikation verwenden, möglichst viele Synonyme überlegen. Bestimmen Sie im Anschluss die Wörter, die gut zu Ihnen als Unternehmen und zu Ihrer Zielgruppe passen und nehmen Sie diese in Ihr Glossar auf.

Weiterhin sollten Sie allgemeine Kommunikationsregeln festhalten. Zum Beispiel ob Sie Ihre Kunden mit Du oder Sie ansprechen, wie Sie Uhrzeiten darstellen (09 Uhr, 9 Uhr, 09:00 Uhr, 09.00 Uhr …) oder ob Ihre Mitarbeiter im E-Mail-Verkehr als wir oder ich antworten. Apropos E-Mails: Auch eine standardisierte Anrede, eine einheitliche Signatur, Schriftart, Schriftgröße, Zeichenfarbe usw. sollten Sie festlegen. Halten Sie die Regeln am besten in einem kurzen Handbuch fest und stellen Sie dieses allen Mitarbeitern, die mit Kunden und Partnern kommunizieren, zur Verfügung. So gewährleisten Sie, dass die Wortwahl Ihrer Mitarbeiter im E-Mail-Verkehr und bei persönlichen Kundengesprächen immer zu Ihrer Corporate Language passt.

Schreiben Sie, damit Ihre Botschaft gelesen wird

Ob Produktbeschreibungen, SEO-Texte, Firmen-Blogs oder Newsletter: Das oberste Ziel jedes Textes ist es, gelesen zu werden. Egal, ob er unterhalten, informieren oder verkaufen soll. Im Folgenden erfahren Sie einige Tricks und Kniffe, mit denen Ihnen das Schreiben leichter fallen wird. Es handelt sich dabei jedoch keinesfalls um starre Regeln, sondern um Inspirationen und Denkanstöße.

Die Basics

Die Grundlage eines professionellen Textes ist eine saubere Rechtschreibung und korrekte Grammatik. Es genügt schon ein kleiner Tippfehler an der falschen Stelle, um selbst die besten und lebhaftesten Texte unprofessionell wirken zu lassen. Lassen Sie Ihre Newsletter, Blog- oder SEO-Beiträge deshalb von einer unbeteiligten Person gegenlesen – vier Augen sehen mehr als zwei.

Sind Sie sich bezüglich der Schreibweise mal unsicher, sollten Sie sich am Duden orientieren. Den Web-Auftritt des Nachschlagewerks haben alle Texter in ihren Favoriten gespeichert, vom Bestseller-Autor bis zum Hobby-Blogger – garantiert.

Ihr Leser hat keine Zeit

10 bis 20 Sekunden – mehr Zeit haben Sie nicht, um Rezipienten vom Weiterlesen zu überzeugen. Gerade in Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken, sinkenden Aufmerksamkeitsspannen und digitaler Wegwerfgesellschaft ist es wichtig, schnell auf den Punkt zu kommen. Der erste Satz Ihres Textes ist ein Köder: Er soll die Leser neugierig machen und Spannung erzeugen. Im Anschluss daran haben Sie noch etwa 150 bis 350 Zeichen Zeit, um den Adressaten mitzuteilen, worum es in Ihrem Text geht – und warum er weiterlesen sollte.

Ein einfacher Trick, um den Inhalt eines Beitrages kurz und prägnant zusammenzufassen: Der Küchenzuruf. Stellen Sie sich vor, Sie treffen in der Büroküche einen Kollegen an der Kaffeemaschine und möchten ihm ganz schnell erklären, wovon der Text handelt, den Sie gerade schreiben, und warum er so wichtig ist. Dieses Bild sollten Sie und Ihre Kollegen immer vor Augen haben, wenn Sie Briefe, Newsletter, Werbeanzeigen, Blogbeiträge und sogar interne E-Mails formulieren.

Kurz und prägnant

Sind Sie mit den ersten zwei bis drei Sätzen Ihres Textes zufrieden, gilt für den Rest: Seien Sie konkret, formulieren Sie kurz und präsentieren Sie knackig. Beispielsweise sollte ein Lebensmittelladen nicht einfach Gemüse bewerben, sondern ganz konkret auf saftige Tomaten, knackige Radieschen oder frischen Spargel hinweisen – egal, ob auf einem Kundenstopper, Schaufensterplakat oder in einem Prospekt. Denn so entstehen bei Lesern Bilder im Kopf, die mit positiven Emotionen behaftet sind. Warum das so wichtig ist, können Sie in einem Beitrag zur Werbepsychologie hier im Blog nachlesen.

Speziell bei Newslettern, E-Mails und Blogbeiträgen gilt: Schreiben Sie verständlich und vermeiden Sie Bandwurmsätze. „In der Stadt kommt man mit dem Bus am schnellsten von A nach B“ ist kürzer und verständlicher als „Im urbanen Lebensraum bietet der öffentliche Nahverkehr die effektivste Möglichkeit, um vom Ausgangspunkt zum jeweiligen Zielpunkt zu gelangen.“

Gute Texte – gute Druckprodukte

Kreative Texte wollen ansprechend präsentiert werden. Ob Sie Artikel für ein Mitarbeitermagazin verfassen, prägnante Headlines für Plakatkampagnen formulieren oder informative und erklärende Beiträge für einen Geschäftsbericht texten: Noch bevor Sie Ihre Kunden und Geschäftspartner mit gelungenen Texten und einheitlicher Corporate Language von Ihrer Professionalität überzeugen, können Sie bereits mit hochwertigen Druckprodukten punkten. Mit einzigartigen Materialien und Veredelungen erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit enorm, dass Ihre Botschaft bei Rezipienten ankommt.

Marco

Über Marco

Marco wurde das Bloggen in die Wiege gelegt und er ist die fleischgewordene Textmaschine im Team. Sein Interessengebiet ist groß und die Ideen sprudeln nur so aus ihm heraus. Ein Steckenpferd hat er: ökologische und gleichzeitig ökonomische Druckverfahren.

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