SEO-Checkliste: Abhaken und erfolgreich sein

von 18. Dezember 2019 Know-how Keine Kommentare
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Optimieren Sie Schritt für Schritt Ihre Webseite und steigern Sie so Ihre Sichtbarkeit im Netz. Mit dieser SEO-Checkliste vergessen Sie dabei bestimmt nichts Wichtiges. Haken Sie einen Punkt nach dem anderen ab – und Ihrem Erfolg steht nichts mehr im Weg.

SEO, also „Search Engine Optimization“, ist zurecht ein geflügeltes Wort – nicht nur in der E-Commerce-Szene. Jedem Unternehmer, der eine eigene Webseite betreibt, ist daran gelegen von interessierten Nutzern gefunden zu werden. Mit SEO gelingt das vor allem langfristig. Unter dem Begriff fast man eine ganze Reihe von Einzelmaßnahme, die zusammengenommen dafür sorgen, dass die eigene Webseite zu den ersten Suchergebnissen bei Google und anderen Suchmaschinen gehört. Im ersten Teil dieser SEO-Reihe habe Sie mehr zu den Grundlagen der SEO erfahren. Im zweiten Teil wurde die Stellschrauben für erfolgreiche SEO identifiziert und wie man Sie richtig justiert. Im dritten und letzten Teil der Reihe erhalten Sie eine kompakte SEO-Checkliste – quasi eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihren digitalen Erfolg.

1. Keywords

Brainstorming

Überlegen Sie sich im ersten Schritt so genau wie möglich, welche Begriffe Ihre Produkte und Service am besten beschreiben. Welche Begrifflichkeiten benutzen Sie im Unternehmen, welche gebrauchen Ihre Kunden? Und wie würde eine unwissende Allgemeinheit, die Sie und Ihre Produkte nicht kennen, Ihre Erzeugnisse und Dienstleistungen beschreiben? Sammeln Sie im ersten Schritt einige Begrifflichkeiten, die zutreffend sind.

Analyse mit Online-Tools

Analysieren Sie im zweiten Schritt die gefundenen Begriffe im Hinblick auf Suchvolumina und Wettbewerbssituation. Wie hoch ist das Suchvolumen der gefundenen Begrifflichkeiten, welche Keywords nutzt die Konkurrenz? Mit dem Google Keyword Planner oder dem Keywords Explorer von Ahrefs lassen sich diese Daten auf einfache Art und Weise generieren. Darüber hinaus erhalten Sie Vorschläge für alternative Keywords mit hohem Suchvolumen.

Anwendung

Fokussieren Sie sich pro Seite auf ein Keyword und verarbeiten Sie es in Ihren Texten. Nutze Sie Synonyme des Keywords. Behalten Sie dabei aber einen individuellen, natürlichen Schreibstil. Streuen Sie den Schlüsselbegriff in Ihre Texte ein, ohne es zu übertreiben. Die Keyworddichte eines Textes ist nahezu unrelevant für Ihr Google-Ranking. Vermeiden Sie deshalb eine Aneinanderreihung von Keywords.

2. Inhalt

Textarbeit

Texte sind das Fleisch jeder Webseite. Schreiben Sie Texte, die navigieren, informieren und inspirieren. Machen Sie sich die Mühe und schreiben Sie individuelle, einzigartige Texte oder beauftragen Sie einen Texter mit dieser Aufgabe. Diese Investition lohnt sich. Denn nichts „liest“ Google lieber als „unique Content“, den es so kein zweites Mal im Internet gibt. Schreiben Sie Texte mit einer Mindestlänge von 350 Wörtern. Nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenzen – solange der Texte gut lesbar bleibt, ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler ist und mit weiteren Inhalten, wie Bildern oder einem Video aufgelockert wird. Vermeiden Sie es ganze Textblöcke von anderen Seiten zu kopieren. Dieser sogenannte „duplicatet content“ ist extrem schlecht für das Ranking einer Website. Google mag es einfach nicht, wenn wir abschreiben.

Überschriften im Text

Gliedern Sie Ihre Texte und verleihen Sie Ihnen eine sinnvolle Struktur – und zwar ganz simpel mit Überschriften. Texten und formatieren Sie eine Hauptüberschrift (H1), die ganz am Beginn eines Textes steht. Sie sollte nicht länger als 70 Zeichen sein und das Hauptkeyword enthalten. Setzen Sie im folgenden Text eine weitere Zwischenüberschrift (H2), die idealerweise ein Synonym Ihres Hauptkeywords enthält. Eine Haupt- und eine Zwischenüberschrift sind bei längeren Texten bei weitem nicht ausreichend. Setzen Sie viele weitere Zwischenüberschriften (H3 bis H6). So wird aus einer vermeintlichen „Textwüste“ ein gut lesbarer Text, der sich zudem innerhalb von Sekunden überfliegen lässt.

Keyworddichte im Text

Fokussieren Sie sich pro Artikel auf ein Thema mit einem Hauptkeyword. Im Artikel selbst sollten Sie das Keyword und Synonyme (Nebenkeywords) mehrmals verwenden. Wichtig: Treiben Sie es mit der Keyword-Optimierung nicht zu weit. Eine zu häufige Nennung der Keywords (Keyword-Stuffing) schmälert die Lesbarkeit der Texte und wird von Google in Form eines schlechteren Rankings abgestraft.

Multimedia: Bilder und Videos einbinden

Bilder sind neben Text das wichtigste Content-Element einer Seite. Ohne Bilder würde ein Text, auch wenn er noch so lesenswert ist, schnell zur Textwüste werden. Produktbilder, Imageaufnahmen, Teamfotos oder inspirative Aufnahmen – Bildmaterial illustriert im Idealfall das im Text beschriebene und ist diesem auch räumlich zugeordnet, sodass ein Content-Element das andere ergänzt. Benennen Sie jedes Bild mit einem sinnvollen Dateinamen, der das Bildthema beschreibt. Fügen Sie außerdem jedem Bild ein „alt“-Attribut an, also einen beschreibenden Bildtext, der angezeigt wird, wenn das Bild aus technischen Gründen nicht darstellbar ist. Verwenden Sie außer Texten und Bilder auch Erklär- oder Imagevideos, die auf emotionale Weise selbst komplizierte Themen einfach vermitteln.

3. Title, Meta-Beschreibung und URL

Title

Fügen Sie das Keyword in den Title ein – möglichst gleich am Textanfang. Ihren Firmennamen oder der Name der Webseite setzen Sie idealerweise an das Ende des Title. Vergeben Sie für jede der Unterseiten einen eigenen Titeltext. Achten Sie auf die maximale Zeichenlänge von aktuell 65 Zeichen, sonst kann es sein, dass Google ein Teil des Textes in der Suchtreffer-Darstellung abschneidet.

Meta-Description

Auch in der Meta-Description sollten Sie Ihr Hauptkeyword gleich zu Beginn einbauen. Beschreiben Sie den Inhalt Ihrer Website so, dass Interesse bei Nutzern geweckt wird. Der Text sollte nicht länger als 156 Zeichen sein und nur die Keywords enthalten, die auch auf der Seite enthalten sind. Machen Sie sich die Mühe und texten Sie für jede einzelne Seite eine individuelle Meta-Description.

URLs

Wählen Sie sprechende URLs und vermeiden Sie Zahlen- und unverständliche Zeichenkombinationen. Beschreiben Sie mit wenigen Schlagworten den Inhalt Ihrer Webseite. Geben Sie jeder Unterseite spezifische URLs, die sich ausreichend voneinander unterscheiden und sofort erkennen lassen, welche Inhalte sich hinter der Webadresse verbergen.

4. Navigation

Menüstruktur

Bauen Sie Ihre Navigation logisch auf, ausgehend von Ihrer Stammseite, auf der Nutzer als erstes landen, wenn Sie Ihren Internetauftritt besuchen. Richten Sie eine Breadcrumb-Navigation ein, wenn Sie viele Unterseiten verwenden. Aber Achtung: Verschachteln Sie Ihre Inhalte nicht zu sehr. Vermeiden Sie Menüebenen die 2 oder 3 Ebenen von der Startseite entfernt sind.

Seitenlayout

Bauen Sie jede einzelne Seite übersichtlich und möglichst einheitlich auf. Unterteilen Sie Ihren Content in klar voneinander abgrenzten Sinnabschnitten ein. Kombinieren Sie für jeden Abschnitt Texte und Bilder. Das Seitenlayout darf kreativ und inspirierend wirken, aber immer sollte dabei eine klare Benutzerführung im Zentrum stehen. Der Nutzer sollte sich in jedem Bereich Ihres Internetauftritts zurechtfinden.

Interne und externe Verlinkungen

Wenn es zwischen verschiedenen Unterseiten Ihres Internetauftritts Sinnzusammenhänge gibt, dann verlinken Sie diese Unterseiten miteinander. Wählen Sie einen passenden Ankertext (Linktext), der mit dem gleichen oder einem nah verwandten Keyword auf die ergänzende Seite weiterlinkt. Verlinken Sie nicht alle Unterseiten wild miteinander, sondern bilden Sie sinnvolle Themen-Cluster (Silo-Linking). Übertreiben Sie nicht mit der Linksetzung. Neben Verlinkungen innerhalb Ihres Webauftritt sollten Sie auch externe Verlinkungen setzen, also Links, die auf andere Internetseiten weiterführen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn der externe Content für Ihre Webseiten-Besucher interessant sein könnte und Ihre eigenen Inhalte bereichert. Wichtig dabei: Checken Sie die Qualität und Seriosität der externen Webseiten.

5. Social Media

Sie sind als Unternehmen auch auf Facebook, Twitter und Co. aktiv? Dann verknüpfen Sie diese Social-Media-Kanäle auf Ihrer Webseite. Viele Likes und Follower sind für Google ein Indiz, dass Ihre Seite gut ankommt.

Die SEO-Checkliste zum Ausdrucken

Sie wollen sofort mit der Optmierung Ihrer Webseite starten? Dann laden Sie sich hier die SEO-Checkliste herunter und drucken Sie sie aus. So können Sie Schritt für Schritt ein Häkchen nach dem anderen setzen. Sind alle Haken gesetzt, stehen die Chancen gut, dass Ihr Ranking bei Google steigt.

Kai

Über Kai

Kai rebelliert gegen 0815-Werbemittel und kämpft für kreative Marketingmaßnahmen! Deshalb schreibt der Querdenker besonders gerne darüber, wie Unternehmen mit geringem finanziellen Aufwand ausgetretene Pfade verlassen und neue Kunden generieren können.

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