Tutorial: Pixelbilder in Vektorgrafiken umwandeln mit Illustrator, Photoshop und InDesign

von 9. Dezember 2015 Know-how 9 Kommentare

Die meisten Grafiken und Bilder werden pixelbasiert erzeugt. Für bestimmte Zwecke sind jedoch Vektorgrafiken sinnvoll oder gar Bedingung. Zum Beispiel für den Einsatz von Sonderfarben oder das Bedrucken und Besticken von Textilien. Bei der Produktion von individuell gestalteten T-Shirts, Jacken oder Blusen werden Pfade benötigt, an denen sich die Druck- bzw. Stickmaschinen orientieren können. Liegen Ihnen Pixelgrafiken vor, mit denen Sie Bekleidung gestalten möchten, sollten Sie diese daher in Vektorgrafiken umwandeln. Dazu eignet sich am besten Adobe Illustrator, aber auch in Photoshop und InDesign ist dies möglich.

Für das Tutorial wurden die Versionen der Adobe Creative Cloud für Windows verwendet.

Illustrator

  • Markieren Sie das Objekt mit dem Auswahl-Werkzeug.
  • Wählen Sie über das Dropdown-Menü neben „Bildnachzeichner“ eine Option aus. Im Beispiel haben wir „3 Farben“ gewählt. (Alternativ: Über Objekt > Bildnachzeichner > Erstellen)
  • Sie erhalten eine Vorschau, über den Button „Umwandeln“ wird Ihr Objekt in Pfade konvertiert.
  • Nun sind alle Bestandteile Ihrer Grafik gruppiert und Sie können sie beliebig skalieren, ohne Qualitätsverlust. Wollen Sie nur einzelne Elemente bearbeiten, können Sie mit Rechtsklick die Option „Gruppierung aufheben“ auswählen.
  • Speichern Sie die Datei als PDF/X-3:2002.

Photoshop

  • Wählen Sie das Zeichenstift-Werkzeug.
  • Zeichnen Sie damit Schritt für Schritt die Umrisse der Grafik nach. Bei geraden Linien wie in unserem Beispiel ist das relativ simpel, hier einfach die Ecken markieren. Kurven sind ein bisschen anspruchsvoller, halten Sie die linke Maustaste gedrückt, um diese nachzuzeichnen, oder nutzen Sie das Rundungszeichenstift-Werkzeug.
  • Wenn Sie das Freiform-Zeichenstift-Werkzeug benutzen, achten Sie darauf, dass die Option „Magnetisch“ aktiviert ist.
  • Doppelklicken Sie im Reiter „Pfade“ auf „Arbeitspfad“ und benennen Sie den Pfad in dem sich öffnenden Fenster um.
  • Klicken Sie im Pfade-Menü auf „Beschneidungspfad“. Bestätigen Sie in dem sich öffnenden Fenster mit „OK“. Eine Eingabe im Feld „Kurvenannäherung“ ist nicht notwendig.
  • Speichern Sie die Datei als PDF/X-3:2002.

InDesign

  • Fügen Sie das Motiv ein und wählen Sie es mit dem Auswahlwerkzeug aus.
  • Wählen Sie Objekt > Beschneidungspfad > Optionen und hier „Kanten suchen“ aus.
  • Stellen Sie Schwellenwert und Toleranz so ein, dass Ihre Grafik möglichst genau von dem Pfad umschlossen ist. Setzen Sie dazu unbedingt den Haken bei „Vorschau“. Bei Bedarf schließen Sie auch die Innenkanten Ihrer Grafik ein.
  • Bestätigen Sie mit „OK“.
  • Exportieren Sie die Datei als PDF/X-3:2002.
  • Möchten Sie das Motiv neu einfärben:
  • Wählen Sie über Rechtsklick „Beschneidungspfad in Rahmen konvertieren“.
  • Löschen Sie das ursprüngliche Bild.
  • Nun können Sie den Pfad einfärben.

Grundsätzlich gilt: Je simpler die Grafik, desto einfacher ist ihre Vektorisierung. Fotos beispielsweise eignen sich daher nicht. Sie bestehen aus zu vielen Pixeln, was eine Pfaderstellung schwierig macht.

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Zur Bekleidung
Raphael

Über Raphael

Interessiert sich am meisten für neue Techniken und Anwendungsmöglichkeiten, also was man außer Papier noch so alles bedrucken kann. Schreibt nach dem Motto: Was gibt es Schöneres als ein witziges, geistreiches oder komplett absurdes Wortspiel? Genau, zwei.

9 Kommentare

  • Clipping Path sagt:

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  • Convert raster images to vector sagt:

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  • Conny sagt:

    Hallo,

    ich kenne mich nicht so gut mit Vektoren aus, möchte aber Druckdaten für einen in Freiform ausgestanzten Figurenaufsteller erstellen.
    Ich habe mit Photoshop dieses Tutorial befolgt, frage mich aber, inwiefern die fertige pdf-Datei meine Vektorlinie (Die Ausschneidekontur) enthält, da der Pfad nicht mehr in der Pdf-Datei ist, wenn ich diese in Photoshop öffne. Alles, was sich verändert, ist dass automatisch alles außerhalb der Vektorlinie Durchsichtig bzw. weggeschnitten ist. Habe ich irgendetwas falsch gemacht? Weil sonst verstehe ich nicht, wofür ich die Vektorlinie mache, statt den Hintergrund einfach selbst entsprechend auszuradieren.

    Vielen Dank im Voraus,

    Conny

    • Raphael Raphael sagt:

      Hallo Conny,
      ohne Ihre Datei gesehen zu haben, kann ich hier schlecht eine verbindliche Aussage treffen. Nur so viel: Der Vektor wird benötigt, damit sich die Schneidemaschine daran orientieren kann. An einem Pixelumriss wäre dies nicht möglich. Einen solchen würden Sie allerdings haben, wenn Sie einfach nur alles um die gewünschte Form herum wegradieren.
      Bei weiteren Fragen oder wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, wenden Sie sich am besten an die Kollegen der grafischen Hotline (+ 49 931 46584-004).
      Herzliche Grüße aus Würzburg
      Raphael

  • Abu Rahim sagt:

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  • P. Lorenz sagt:

    Vielen Dank für dieses ausführliche und sinnvolle Tutorial.
    Hat mir sehr weitergeholfen!

    Vielen Dank

  • Krolax sagt:

    Super, danke für das Tutorial, genau das was ich schon ewig gesucht habe!!!!!!!!!

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