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So profitieren Sie vom Black Friday 2025

Der Black Friday ist der Startschuss ins Weihnachtsgeschäft! Hier gibt’s Tipps und Ideen vom Handelsverband Bayern e.V. für Ihren Erfolg im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Fitnessstudios, Beratung, Dienstleistung und alles dazwischen.

Angelika Winkler und Volker Wedde vom Handelsverband Bayern e.V. vor einer BLACK FRIDAY Werbetafel
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Black Friday am 28. November 2025: Für Sparfüchse ist das der schönste Tag des Jahres. Und für viele Unternehmen startet an diesem Tag das Weihnachtsgeschäft. Kurbeln Sie auch in 2025 Ihre Umsätze mit dem Black Friday an! Wir haben beim Handelsverband Bayern e.V. nachgefragt, was Selbstständige und kleine Geschäfte dabei beachten sollten. On Top gibt’s jede Menge praktische Tipps und Inspiration für Ihren Black Friday.

Podcast-Interview mit Volker Wedde und Angelika Winkler vom Handelsverband Bayern e.V.

Kapitel 1: Intro

Doreen: Herzlich willkommen bei Erfolgsdruck – Stories aus dem Mittelstand, dem FLYERALARM Podcast über Druckerei für Marketing und Business-Ideen. Ich bin Doreen.

Marco: Und ich bin Marco.

Doreen: Und wir sprechen heute über den Black Friday. Marco, bist du denn so ein richtiger Black-Friday-Shopper?

Marco: Ach, na ja, wenn ich durch Würzburg schlendere in der Altstadt und es ist gerade Black Friday, dann schlage ich schon mal zu. Aber ich bin jetzt niemand, der sich vorher irgendwie Angebote raussucht oder sich überlegt, was man am Black Friday alles kaufen könnte, weil es günstiger sein könnte.

Doreen: Okay, bei mir ist das komplett anders. Aber um dich und mich geht’s heute nicht, sondern wir haben mal auf der anderen Seite des Tresens nachgefragt – und zwar beim Handelsverband Bayern. Der Handelsverband Bayern arbeitet als Interessenvertretung für den Einzelhandel daran, die Situation für Einzelhändlerinnen und Einzelhändler auf kommunaler, Landkreis-, Bezirks- und Länderebene zu verbessern und bietet auch direkte Beratung, zum Beispiel bei rechtlichen Fragen, an.

Marco: Genau. Und deswegen sitzen uns heute gegenüber der Volker Wedde – er ist Bezirksgeschäftsführer beim Handelsverband Bayern für Unterfranken – und die Angelika Winkler. Sie ist im Bezirksvorstand vom Handelsverband Bayern und außerdem betreibt sie eine Modeboutique in Lohr und hat die Markthalle in Lohr ins Leben gerufen. Das ist so eine Eventlocation für Pop-up-Stores, Restaurants, Kunst und Kultur – und was da eben noch so dazugehört. Und kurzer Hinweis: Wilma, Angelikas Hund, ist auch dabei. Vielleicht hört ihr ihn während der Aufnahme mal knurren, aber sie war sehr freundlich und wir haben sie gerne dabeigehabt. Viel Spaß mit dem Interview.

Kapitel 2: Erfolgsdruck im Handelsverband Bayern e.V. (HBE)

Doreen: Hallo Volker, hallo Angelika und herzlich willkommen in unserem Podcast. Wann ist denn der Erfolgsdruck bei euch im Job so am größten?

Angelika: Also bei mir ist der Erfolgsdruck immer kurz vor Terminen am größten. Egal, ob es am Point of Sale ist, ob man eine Veranstaltung hat oder auch eine Podcastaufzeichnung. Fünf Minuten davor ziehe ich mir meistens die Fragen noch mal rein oder um was es geht – und dann bin ich on point, wie in der Schule schon.

Volker: Im Handelsverband ist der Erfolgsdruck eigentlich häufig da, einfach weil das ein sehr vielfältiges und sehr großes Aufgabengebiet ist, bei dem man eigentlich täglich auch neue Sachen dazulernt. Aber was eben besonders immer eine Herausforderung ist, ist, aus Theorie etwas Konkretes zu machen. Also, dass man nicht nur irgendwelche Daten verarbeitet – zum Beispiel wenn neue Gesetze erlassen werden, dass wir dann einfach schauen: Wie kann man das für den Einzelhandel besser bewerkstelligen?

Das neue Ladenschlussgesetz ist jetzt vor Kurzem verabschiedet worden und tritt am 1. August in Kraft. Da haben wir natürlich versucht, das auch für den Einzelhandel so hinzubekommen, dass es dann auch für jeden passt. Und da ist es dann so, dass es natürlich große Unternehmen gibt, die manchmal andere Ansichten vertreten als eben kleine, inhabergeführte Fachhandelsunternehmen. Und da versuchen wir immer, ein ordentliches Mittelmaß zu finden, dass sich jeder darin wiederfindet – und das ist dann manchmal eine Herausforderung.

Kapitel 3: Einschätzung des Black Friday aus Sicht des HBE

Marco: Wir sprechen heute ja über den Black Friday – also quasi den Konsumtag überhaupt, der so von Amerika inspiriert wurde und den es jetzt bei uns in Deutschland eigentlich auch schon seit vielen Jahren gibt. Wie schätzt denn der Handelsverband Bayern den Black Friday insgesamt ein – und vielleicht auch du persönlich, Volker?

Volker: Also ich persönlich kann mit dem Black Friday herzlich wenig anfangen. Da bin ich, glaube ich, nicht die Zielgruppe. Für mich ist zum Beispiel die Dienstleistung viel, viel wichtiger als der Preis. Das merkt man immer wieder. Aber mittlerweile ist der Black Friday eben auch in Deutschland angekommen. Das ist vor einigen Jahren rübergeschwappt. Und es ist eine gute Möglichkeit, um auch Innenstädte oder die Frequenz in den Innenstädten zu füllen – als Sonderverkaufstag. Aber wir sprechen ja gleich sicherlich noch drüber: Es gibt auch einige Dinge, die ich da kritisch bewerte.

Doreen: Und hat man da eine Entwicklung gesehen? Wie hat sich der Black Friday aus Sicht des Handelsverbands entwickelt – von der Randerscheinung zum festen Termin?

Volker: Ja. Also es war zunächst einmal so, dass das natürlich über den Onlinehandel gekommen ist. Dann fingen große Onlineversender an, einen Black Friday zu machen, und das hat sich dann auch in den Städten nach und nach etabliert. Am Anfang war das sogar markenrechtlich geschützt, der Begriff „Black Friday“. Deswegen mussten wir hier in Würzburg zum Beispiel einen „Super Shopping Friday“ machen – also eine Wortabwandlung, was aber mittlerweile zum Glück aufgehoben ist. Und das hat sich dann nach und nach in den Innenstädten festgesetzt – und die Kunden achten da mittlerweile auch drauf.

Marco: Wir hatten auch mal eine Black-Friday-Aktion bei FLYERALARM. Ist auch schon eine Weile her.

Doreen: Was bedeutet denn der Black Friday so ganz konkret für die Praxis? Vielleicht mal an Angelika: Wie ist das, wenn man eine eigene Boutique hat oder eben so etwas wie die Markthalle in Lohr? Wie bereiten sich da Händlerinnen und Händler vor?

Angelika: Also, erstmal geht’s darum: Mache ich jeden Trend als Händlerin oder Händler mit? Es gibt ja viele kurzfristige Trends, bei denen man auch sehen muss: Passt das überhaupt zu mir? Will ich so ein Early Adopter sein? Ist meine Zielgruppe überhaupt auf so einen Trend vorbereitet? Denn es gibt ja nichts Schlimmeres, als wenn man vor zehn Jahren als kleine, vielleicht exklusive Boutique gesagt hat: „Wir machen beim Black Friday mit“, und die Kundinnen 50 plus wissen damit überhaupt nichts anzufangen. Deswegen sollte man schon immer von der Zielgruppe her ausdenken. Ich glaube aber, dass gerade der Black Friday wirklich in der ganz breiten Masse mittlerweile angekommen ist – und den sollte man auch mitnehmen. Die Frage ist nur: Wie nimmt man ihn konkret mit?

Kapitel 4: Tipps und Beispiele aus der Praxis

Angelika: Es gibt da einige gute Beispiele – dass man nicht nur diesen einen Tag als Kauftag nutzt, sondern dass man den Aktionszeitraum ein bisschen verlängert. Oder: Wenn man am Black Friday einkauft, ist ja sehr nah dran an Weihnachten. Viele sagen dann auch: „Der zerstört mir mein Weihnachtsgeschäft“, weil: Warum sollen die Leute dann später noch mal zum regulären Preis kaufen, wenn sie es vorher schon zum reduzierten Preis bekommen haben? Dann ist eben auch die Frage, ob man sagt: Mensch, man bekommt einen Gutschein fürs Weihnachtsgeschäft mit dazu – also dass man den Kunden im besten Fall sogar bindet oder noch mal zum Kauf anregt.

Doreen: Das ist schon mal ein sehr guter Tipp. Auf jeden Fall. Welche Sachen haben sich da so in der Praxis bewährt bei dir in der Boutique? Oder habt ihr da überhaupt schon mal mitgemacht – und wenn ja, wie?

Angelika: Also, in der Boutique ist es tatsächlich ein bisschen schwieriger, weil das nicht die Zielgruppe ist. Bei uns gibt’s eine Werbegemeinschaft – und das ist auch noch ein kleiner Tipp am Rande: Man sollte vielleicht als Händler oder Händlerin nicht alleine versuchen, so einen Tag zu bestreiten, sondern in Kooperation – und wenn es nur mit den Nachbargeschäften ist – etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Das wirkt meistens für die Kundschaft attraktiver, als wenn einer 10 % gibt, der andere 20, beim dritten gibt’s irgendwas dazu – das ist unüberschaubar. Und dann tut man sich auch leichter, das Ganze zu bewerben – in welcher Form auch immer.

In einem Geschäft wie der Markthalle, wo wirklich ein breites Zielpublikum angesprochen wird, sollte man wirklich schauen, dass man mit einem guten Rabatt einfach für diesen Tag rausgeht – und im besten Fall die Leute über die Social-Media-Kanäle einfängt.

Oder noch ein kleiner Tipp: Wenn man noch gar keinen Social-Media-Kanal hat, dann würde ich allen raten, die jetzt den Podcast hören, zu sagen: Das wäre doch mal der Startschuss. Denn da, wo sich der Kunde aufhält, da muss man heute einfach sein.

Kapitel 5: Chancen und Herausforderungen für den stationären Einzelhandel

Marco: Also, ich aus meiner eigenen Erfahrung – wenn ich jetzt ahne, in ein paar Wochen steht der Black Friday an – dann stelle ich bei mir schon fest: Wenn ich mir jetzt überlege, diese oder jene Investition will ich tätigen – jetzt als Beispiel mal ein neuer Rasierapparat oder so – dann schaue ich schon: Ich warte lieber noch zwei, drei, vielleicht vier Wochen und gucke dann am Black Friday, ob es den da vielleicht mit Rabatt gibt.

Ist das eine von den Gefahren des Black Friday – dass vorher die Konsumlaune und nachher so ein bisschen sinkt?

Volker: Ja, also die Händler berichten auch regelmäßig, dass, wenn sie sich dagegen entscheiden, nicht mitzumachen, die Kunden dann einfach fernbleiben. Also, da stellen sich die Kunden schon drauf ein. Die Chance von so einem Tag ist – gerade für den stationären Handel – eine Imageaktion draus zu machen oder ein Event, wie Angelika schon gesagt hat. Gemeinschaftlich, um Menschen in die Innenstadt zu locken.

Die Gefahr ist natürlich – wir haben im Einzelhandel auch keine riesigen Margen. Wenn wir durchschnittlich schauen, dass von 100 ausgegebenen Euro beim Kunden etwa fünf Euro an Gewinn übrig bleiben nach Abzug der Kosten – und wir darauf noch mal einen Nachlass geben – dann rutscht man auch sehr schnell in den Nullbereich oder sogar in den Minusbereich. Das muss man bei solchen Aktionen immer beachten.

Deswegen haben wir jetzt auch gesagt: Okay, wir wollen nicht immer nur ausschließlich auf Rabatte gehen – die gehören dazu. Aber es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten, das lebhaft und attraktiv zu gestalten – mit Gewinnspielen oder zum Beispiel einem DJ im Geschäft. Dass man das ein bisschen abwandelt, denn beim reinen Onlinehandel geht es wirklich nur um den Preis. Im stationären Handel kann man eben auch dem Kunden einen schönen Tag bieten – Rabatte gehören dazu, aber auch andere schöne Dinge.

Marco: Aber ich meine, das ist ja auch eine gute Möglichkeit, um vielleicht Kundinnen und Kunden ins Geschäft zu locken, die sonst vielleicht nicht reingeschaut hätten. Zum Beispiel, wenn es einen Klamottenladen in der Innenstadt gibt, der mir als Kunde sonst ein bisschen zu teuer ist. Aber wenn ich jetzt einen Black-Friday-Rabatt sehe, denke ich mir: Ah, okay, jetzt gibt’s 10 %, 15 %, 20 % – ich schau mal rein, vielleicht finde ich was in meiner Preisrange. Und dann erwische ich da aber eine Topverkäuferin oder einen Topverkäufer und denke mir: Eigentlich ist es mir das wert. Und vielleicht komme ich in Zukunft ja öfter – und lasse auch mal zum Normalpreis Geld da.

Volker: Ja, das ist auf jeden Fall gut. Der Händler oder das Handelsunternehmen muss immer auch schauen, dass er auf seine Kosten kommt. Und wenn das hinhaut, dann ist das wirklich eine gute Sache. Ganz ohne Aktion geht’s auch nicht. Der Einzelhandel nutzt diese Aktion auch, um Ware abzuschleusen. Wir kennen ja noch die Winter- und Sommerschlussverkäufe. Das ist auch ein Steuerungsinstrument für den Einzelhandel. Aktionen sind per se nicht schlecht.

Problematisch wird’s eher, wenn kurz vor Weihnachten – wo man eigentlich noch hofft, normal kalkulieren zu können und das keine Ausverkaufsware ist – zu viele Aktionen laufen. Denn es kommen ja auch schon wieder neue, preisorientierte Themen – und das ist dann vielleicht zu viel. Der Einzelhandel braucht auch mal eine Zeit, in der er normal kalkulieren kann.

Doreen: Also lieber kreativ werden – und am besten mit den Nachbarläden, wenn man ein gutes Verhältnis hat, die Köpfe zusammenstecken und schauen: Was können wir daraus machen? Anstatt einfach zu schauen, wie tief kriege ich den Preis an diesem einen Tag.

Kapitel 6: Fokus auf Zielgruppe und optimales Einkaufserlebnis

Angelika: Was Händlerinnen und Händler manchmal aus den Augen verlieren – empfinde ich so – ist ihre Kundschaft. Und der muss das Angebot ja schmecken. Bei dem massiven Angebot, das wir in Innenstädten haben – in größeren Städten – muss man einfach aufpassen. Der Kunde geht dann einfach zum günstigsten Preis oder dahin, wo es am attraktivsten aussieht, weil er eben die enorme Auswahl hat. Und da muss man auch ein bisschen dieses Kirchturmdenken – „nur mein Geschäft ist das einzig Wahre“ – beiseitelegen.

Man muss sagen: Nein, wir gehen lieber zusammen auf den Kunden zu, machen es so noch attraktiver, und dann entdeckt er mich vielleicht in der Masse.

Marco: Dann wirkt so ein Preisnachlass vielleicht auch ein bisschen nachhaltiger und länger, als nur an einem Tag. Denn – wenn man sich jetzt mal so große US-Shopping-Malls vorstellt, Black Friday, Tür geht auf, 150 Leute stürmen rein und schlagen sich um ein rabattiertes iPhone – da hat der Händler außer TV-Zeit wahrscheinlich nicht viel davon.

Doreen: Gerade kleine Einzelhändler oder -händlerinnen, die nicht zu großen Ketten gehören – damit kann man ja gar nicht konkurrieren, zum Beispiel wenn man eine Boutique führt.

Angelika: Das ist dann oft das Problem in Kleinstädten, wo die Auswahl sowieso kleiner ist. Mit dem Internet kann der stationäre Einzelhandel sowieso nie dagegen anhalten, denn online ist die Auswahl größer – und man wird fast immer was Günstigeres finden. Aber was wir können, ist ein Kauferlebnis in der Innenstadt schaffen – eine reale Bindung. Und auch den Leuten klar machen: Du wohnst hier – also bist du auch mitverantwortlich dafür, wie deine Innenstadt aussieht. Und das entscheidet eben auch dein Kaufverhalten.

Volker: Zwei Sachen. Also einmal: Du hast gerade das mit dem Händler angesprochen, der mit Rabatten Menschen ins Geschäft lockt und damit bindet – das finde ich richtig. Aber einen ganz entscheidenden Punkt hast du da auch angesprochen: Es geht natürlich auch um die Dienstleistung. Und das ist eben ein Punkt, der bei uns in Deutschland vielleicht nicht so gesehen wird. Ich habe aber viele Beispiele, bei denen ich die Dienstleistung einfach auch benötige – und wenn die gut gemacht ist, dann schätze ich das auch wert.

Und das andere ist: Wenn man mal genau hinschaut – ich bin eher ein bisschen zwiegespalten, wenn es darum geht, dass im Internet alles günstiger ist. Das stimmt so pauschal nicht. Wenn wir zum Beispiel auf Markenware schauen oder Ähnliches: Ich war zum Beispiel in der Markthalle in Lohr, geführt von der Angelika. Und da habe ich Sonnengläser gekauft – das sind solche Gläser mit Solarplatte oben drauf, damit werden Projekte in Afrika unterstützt oder so. Und die habe ich dort günstiger gefunden als im Internet. Ich habe extra noch mal recherchiert – die gab es auch nicht günstiger online. Deswegen glaube ich: Natürlich ist manches online günstiger, aber der genauere Blick lohnt sich immer.

Kapitel 7: Werbung und Marketingmix – die richtige Strategie

Doreen: Eine ganz andere Frage: Wenn wir über solche Aktionstage oder Aktionswochen generell sprechen – welche Art von Werbung oder Marketing-Mix hat sich denn da für den Handel bewährt? Ist es gut, wenn man einen möglichst breiten Mix fährt oder sich eher auf Printwerbung oder Social Media beschränkt? Wie ist das so im Handel?

Angelika: Zielgruppe – darauf muss man sich wirklich fokussieren. Was biete ich für ein Produkt an? Wer kauft das? Was für den einen Laden gut ist, muss nicht automatisch für den anderen gut sein.

Generell würde ich sagen: Je breiter man aufgestellt ist – also ein bisschen Online, ein bisschen Print, ein bisschen Social Media – fährt man heutzutage ganz gut. Aber wenn man es richtig machen möchte – und das wollen wir ja am Ende des Tages, und so beraten wir auch die Händlerinnen und Händler – dann schaut man: Wo ist deine Zielgruppe unterwegs? Und genau da musst du dann auch werbetechnisch aktiv sein.

Vielleicht noch ein Punkt: Es gibt ja immer diese Frage nach der Digitalisierungsstrategie – hat ein Unternehmen schon eine? Und ich finde es immer ganz interessant, wenn Unternehmen sagen: „Ja, meine Digitalisierungsstrategie ist, dass ich nicht digital auftrete“, und das dann auch begründen können. Es gibt zum Beispiel Unternehmen, die haben ihre Zielgruppe – und die möchten einfach auch das Erlebnis im Laden. Und dann rechnet sich das eben für den Unternehmer nicht.

Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass Social Media oder ein Online-Auftritt mittlerweile einfach dazugehört. Onlinevertrieb – das ist eher weniger. Also viele Händler sind zwar im Onlinevertrieb aktiv, aber dann eher auf Plattformen. Einen eigenen Onlineshop aufzubauen, das nimmt eher ab, weil das wahnsinnig viele Kosten und viel Zeit bindet. Das kann man sich oft nicht leisten – und gerade mit Rücksendequoten und Ähnlichem muss das genau durchgerechnet werden.

Also finde ich es richtig, genau zu schauen, was für einen selbst passt.

Doreen: So eine kleine Homepage mit „Unser Team“, „Unsere Motivation“ und „Unsere Öffnungszeiten“ schadet wahrscheinlich nicht.

Volker: Ja, das ist schon richtig – und die sollte man mittlerweile auch ordentlich und ansprechend gestalten. FLYERALARM bietet da ja auch vieles an – da kann man durchaus mal hinschauen. [lacht] Nein, sie sollte schon modern und ansprechend sein – nicht so eine HTML-Seite aus alten Zeiten, mit farbigem Hintergrund und bunter Schrift. Das fällt zwar auf, aber… [lacht]

Kapitel 8: Blick in die Zukunft des Black Friday

Marco: Vielleicht wagen wir einfach mal einen kleinen Blick in die Zukunft – sagen wir mal in fünf oder zehn Jahren. Wie sieht denn die Zukunft des Black Friday aus? Was ist eure Einschätzung?

Angelika: Der ist gekommen, um zu bleiben – glaube ich. Dafür ist er einfach zu groß, zu international und hat sich zu sehr etabliert. Das ist ein bisschen wie mit Halloween. Das war vor zehn Jahren auch noch nicht so verbreitet, aber mittlerweile ist es in unseren Köpfen angekommen – die Kinder gehen rum und klingeln. Genauso ist es mit dem Black Friday.

Die Frage ist nur: Es gibt ja auch noch den Cyber Monday, und es kommt immer mehr dazu. Muss man da bei allem mitmachen? Oder ist es dann am Ende wie bei einer bekannten Kette: Es gibt immer 20 % auf alles – außer auf Tiernahrung. Dahin soll es ja auch nicht abdriften.

Weil dann passiert genau das, was Volker vorhin auch schon angesprochen hat: Im Internet ist nicht automatisch alles günstiger – aber es wird einfach ein Preis um 20 % hochgesetzt, um ihn dann im Rabatt wieder runterzurechnen. Das ist ein Mondscheinpreis, der dann zur Aktion einfach als Rabatt verkauft wird, damit man seine Marge noch mit einkalkulieren kann. Denn am Ende des Tages brauchen Händlerinnen und Händler natürlich auch ihren Gewinn.

Volker: Ich glaube auch, dass der Black Friday bleiben wird. Wir sollten aber darauf achten, dass nicht noch ständig neue Tage von überall dazukommen – denn das verwirrt die Kundschaft. Ich habe zum Beispiel gar keine Lust, ständig darauf zu achten, wann welcher Aktionstag ist. Ich möchte etwas haben – und dann suche ich mir eben da, wo ich es bekomme. Wenn es dann zufällig günstiger ist, freue ich mich. Aber ich bin mittlerweile von all den Sales so überfrachtet, dass ich gar nicht mehr weiß, wann was ist. Und das sollten wir vermeiden.

Jetzt kommen durch den Onlinehandel noch andere Tage dazu – der Prime Day, der Singles Day, die kommen aus dem Osten, also aus Asien, glaube ich. Und das sollten wir einfach lassen. Denn der Black Friday hat zumindest in Amerika eine gewisse Historie. Wenn wir das einfach so auf Deutschland übertragen, wird es zur reinen Rabattaktion – und das bringt nichts.

Marco: Letztes Jahr habe ich in einem Onlineshop – ich weiß leider nicht mehr, welchem – eine Aktion gesehen, die ich total erfrischend fand. Da stand: „Unsere Preise sind so und so kalkuliert“ – und das wurde transparent aufgelistet. Und darunter stand: „Deswegen gibt es bei uns keinen Black-Friday-Rabatt.“ Das fand ich richtig cool. Leider hat die Hose, die ich bestellt hatte, nicht gepasst – ich musste sie zurückschicken. Aber ich habe mir danach trotzdem noch andere Produkte in dem Shop angeschaut.

Volker: Ich finde es wichtig, dass wir auch öffentlich machen, wie der Einzelhandel kalkuliert. Viel Umsatz ist schön und gut – aber ich kenne Unternehmen, die machen mit wenig Umsatz eine hohe Rentabilität, also hohen Gewinn. Und andere machen mit viel Umsatz Minus. Das sind betriebswirtschaftliche Mechanismen, die man genau beobachten muss. Und dann haben wir aktuell noch Kostensteigerungen, wie jeder andere auch – Energie usw. Und momentan herrscht auch Kaufzurückhaltung.

Da bietet sich eine Aktion wie der Black Friday natürlich an. Aber insgesamt führt es eben dazu, dass der Einzelhandel derzeit mit weniger Umsatz und höheren Kosten seine Rentabilität erreichen muss – und das ist eine wirklich angespannte Lage. Hohe Rabatte sind da nicht immer machbar.

Kapitel 9: Finale Tipps vom Handelsverband Bayern e.V.

Doreen: Das heißt: Zu guter Letzt – was ist euer ultimativer Tipp für Händlerinnen und Händler, die dieses Jahr zum ersten Mal sagen: „Ich möchte beim Black Friday mitmachen“?

Volker: Also: Mitmachen – ja, weil die Kunden sich darauf einstellen. Aber ganz wichtig: genau überlegen, wie ich mitmache. Es ist vielleicht ein bisschen zu einfach, einfach ein rotes Schild ins Schaufenster zu hängen und alles zu reduzieren. Stattdessen sollte man sich genau anschauen: Habe ich zum Beispiel Ware, die ich gezielt günstiger abstoßen kann? Gibt es vielleicht etwas neben dem reinen Rabatt, das ich meinen Kundinnen und Kunden anbieten kann – sodass das Einkaufen auch Spaß macht? Und das sollte es ja gerade im stationären Handel tun.

Wenn wir einfach nur Ware verkaufen würden, dann wäre das ja auch nichts Besonderes. Das haben wir in der Pandemie gesehen – was ist, wenn einfach nichts los ist? Ich glaube, das wünscht sich niemand: leere Innenstädte. Und das hängt stark damit zusammen, dass die Wirtschaftskraft – nicht nur der Einzelhandel, sondern auch Gastronomie und Dienstleistungen – in den Innenstädten erhalten bleibt.

Angelika: Mein ultimativer Tipp: Nicht nur auf den einen Tag fokussieren – sondern versuchen, den Black Friday für sich länger zu nutzen. Bei uns geht er zum Beispiel von Mittwoch bis Samstag. Denn am Freitag stürmen die Kunden vielleicht erstmal zu den großen Namen, die viel Werbebudget haben. Aber wenn ich den Zeitraum ein bisschen strecke, erhöhe ich meine Chancen.

Und auch weiterdenken: Vielleicht gibt’s zusätzlich einen Einkaufsgutschein fürs Weihnachtsgeschäft. Oder man vergibt eine Kundenkarte – so kommt der Kunde im besten Fall wieder.

Last but not least: Das Ganze auch in die Online-Kanäle verlängern, wenn man welche hat. Also wenn der Kunde im Geschäft ist – vielleicht eine kleine Challenge draus machen: Er macht ein Foto mit dem Hashtag des Ladens, und unter allen Teilnehmenden wird am Ende ein Special-Preis verlost. Und wenn es nur ein Einkaufsgutschein ist – auch damit verlängert man den Kaufanreiz und stärkt die Kundenbindung.

Doreen: Vielen Dank für die vielen Tipps und das spannende Gespräch!

Volker und Angelika: Sehr gerne.

Marco: Danke!

Doreen: Tschüss.

Kapitel 10: Outro

Marco: Also ich finde, dem Fazit von Volker und Angelika ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Wenn ihr jetzt als Einzelhändler oder Einzelhändlerin dieses Jahr beim Black Friday durchstarten wollt – und vielleicht sogar langfristig davon profitieren möchtet – dann schaut einfach mal auf flyeralarm.com. Dort findet ihr Inspiration und alles, was ihr braucht.

Doreen: Was ihr unbedingt auch braucht, ist die nächste, übernächste und überübernächste Folge unseres Podcasts. Also: Abonniert unseren Podcast und folgt FLYERALARM auf Social Media. Wir sagen: Tschüss – und bis bald!

Marco: Tschüss!

Shownotes

Der Black Friday gilt als einer der umsatzstärksten Tage des Jahres – aber wie können auch kleine Geschäfte und Selbstständige davon profitieren, ohne sich im Rabatt-Kampf zu verlieren? Darüber sprechen wir mit Volker Wedde, Bezirksvorsitzender des Handelsverbands Bayern e.V. (kurz HBE) für Unterfranken, und Angelika Winkler, Vorstandsmitglied des HBE, Boutique-Betreiberin und Gründerin der „Markthalle“ in Lohr am Main.

Im Gespräch teilen die beiden ihre Einschätzung zum Black Friday aus Sicht des regionalen Einzelhandels, geben Einblicke in erfolgreiche Praxisbeispiele und verraten, wie kleine Händlerinnen und Händler den Aktionstag strategisch clever für sich nutzen können.

Du erfährst dabei:

• welche Chancen, aber auch Hürden der Black Friday für kleine Geschäfte birgt,
• welche Maßnahmen im Einzelhandel besonders gut funktionieren,
• welche Werbeformen sich rund um den Black Friday bewährt haben,
• wie du den Aktionstag strategisch für dein Geschäft nutzen kannst,
• welche Tipps der Handelsverband Bayern e.V. aus der Praxis empfiehlt.

Viel Spaß beim Zuhören!

Handelsverband Bayern e.V. Webseite: https://www.hv-bayern.de/
Die Markthalle Lohr am Main: https://markthalle-lohr.de/
Volker Wedde auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/volker-wedde-286929281/
Angelika Winkler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/angelika-winkler-61b3171a3/
Hinterlass uns gerne einen Kommentar zu dieser Folge auf Social Media: https://www.instagram.com/flyeralarm.official

Weitere Podcast-Episoden ►

Was passiert am Black Friday?

Immer am ersten Freitag nach Thanksgiving (im Jahr 2025 ist das der 28. November) legen allein Kundinnen und Kunden in Deutschland jährlich Milliarden auf den Tisch. Doch das Shopping-Event mit Ursprung in den USA ist nicht nur etwas für Internetgiganten und Elektronik-Riesen wie Amazon, MediaMarkt und Co. Auch kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige, Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, Dienstleistungsfirmen, Fitnessstudios und sogar gastronomische Betriebe können vom Hype um den Black Friday. Sie haben nicht die Möglichkeit immense Rabatte geben? Kein Problem. Mit ein wenig Kreativität nehmen Sie den Aktionstag mit einem dicken Umsatzplus auch für Ihr Geschäft mit.

Für jede Branche das richtige Konzept

Das Wichtigste beim Veranstalten von Aktionstagen, wie etwa dem Black Friday, ist natürlich Ihre eigene Zielgruppe. Auch Angelika Winkler, Unternehmerin und Vorstandsmitglied des Handelsverband Bayern e.V. spricht im Interview mit den Hosts des FLYERALARM Podcast von einem Angebot, dass Ihren Kundinnen und Kunden „schmecken“ muss. Daher sollten Sie, egal welcher Art Ihr Geschäft sein mag, immer von der Zielgruppe her ausdenken und Ihre Black Friday Aktion entsprechend adaptieren. Hier kommen einige erste Denkanstöße.

Black Friday im Einzelhandel

Black Friday ist für kleine Geschäfte und Selbstständige eine spannende Chance, Aufmerksamkeit zu gewinnen – auch ohne riesige Marketingbudgets oder Verlustgeschäfte durch unüberlegte Rabattschlachten. Statt wahllos mit großen Preisnachlässen zu locken, sollten Sie überlegen, was Ihre Kundinnen und Kunden wirklich schätzen: Ist es ein besonderes Einkaufserlebnis, eine persönliche Beratung oder vielleicht ein exklusives Produkt, das es nur an diesem Tag gibt? Wer die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Zielgruppe versteht, kann gezielt Angebote entwickeln, die nicht im Preiskampf mit großen Ketten untergehen. Darüber hinaus bietet der Tag eine gute Gelegenheit, um lästige Ladenhüter wie etwa Kleidungsstücke und Schmuck der vergangenen Saison gezielt abzustoßen und Platz für neue Ware zu schaffen. Sie könnten das Motto z. B. wortwörtlich nehmen und eine Auswahl an schwarzen und grauen Klamotten mit attraktiven Rabatten verkaufen. Kommen die in der kalten Jahreszeit nicht sowieso besonders gut an? Na also!

Es ist zu einfach gedacht, ein rotes Schild ins Schaufenster zu hängen und alles zu reduzieren. Stattdessen sollte man sich genau anschauen: [...] Gibt es vielleicht etwas neben dem reinen Rabatt, das ich meinen Kundinnen und Kunden anbieten kann – sodass das Einkaufen auch Spaß macht?

Volker WeddeBezirksvorsitzender des Handelsverbands Bayern e.V.

Black Friday in der Gastronomie

Für Restaurants, Bars, Kneipen und Imbisse kann der Black Friday auch ein echter Umsatzbringer sein. Denn gerade in der kalten Vorweihnachtszeit steigt der Wunsch bei potenziellen Gästen danach, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Nutzen Sie den inoffiziellen Feiertag für Aktionen, die Ihr Lokal zum Stadtgespräch machen. Etwa indem Sie …

  • schwarze Speisen mit Wow-Faktor kreieren.
  • Bonuskarten mit exklusiven Rabatten verteilen.
  • einen Gruß aus der Küche für alle in Schwarz gekleideten Gäste servieren.
  • ein spezielles Black Friday Dinner veranstalten.

Black Friday für Fitnessstudios

Am Black Friday haben Fitnessstudios die Chance, mit kreativen Aktionen neue Mitglieder zu gewinnen und Bestandskunden stärker zu binden. Setzen Sie nicht nur auf klassische Rabatte für Mitgliedschaften oder 10er-Karten, sondern überraschen Sie Ihre Community mit besonderen Aktionen: Laden Sie zu einem exklusiven „Bring-a-Friend“-Tag ein, bieten Sie stark vergünstigte Personal-Training-Sessions an oder veranstalten Sie ein mitreißendes „Black Friday Bootcamp“. Auch online können Sie mit limitierten Gutscheincodes für Kurse oder Ernährungspläne punkten und so zusätzliche Reichweite schaffen. So sorgen Sie dafür, dass Interessenten nicht nur kurzfristig zugreifen, sondern Ihr Studio langfristig als innovativen und kundenorientierten Partner wahrnehmen.

Black Friday für Beratung und Dienstleistung

Auch im Bereich Beratung und Dienstleistungen kann der Black Friday eine wertvolle Chance sein – gerade für kleinere Geschäfte wie Optiker- oder Hörgerätaktustik-Betriebe, HörgerätaFriseursalons oder Maklerbüros. Wichtig ist, nicht blind Rabatte zu kopieren, sondern die eigene Zielgruppe zu verstehen und Angebote zu schaffen, die genau zu ihr passen. So können beispielsweise Zusatzleistungen besonders attraktiv wirken:

  • ein Styling-Produkt zum Haarschnitt
  • eine zusätzliche Pflegebehandlung
  • kostenloser Sehtest, Hörtest oder Erstberatung

Auch Gutscheine, die an diesem Tag mit einem kleinen Bonuswert angeboten werden, sind eine Möglichkeit, Kundschaft langfristig zu binden. So machen Sie Ihr Geschäft nicht nur an diesem besonderen Tag attraktiv, sondern stärken auch nachhaltig die Kundenbindung.

Guerilla Marketing und weitere Ideen für Ihren Black Friday

Ist Ihnen der Begrif Guerilla Marketing bekannt? Darunter versteht man eine kreative und unkonventionelle Marketingstrategie, bei der Unternehmen auf clevere und oft kostengünstige Weise versuchen, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu erregen. Ein perfekter Ansatz für den Black Friday! Finden Sie nicht auch? Hier kommen ein paar Ideen für Sie.

Flash Sale und Verkaufsboxen im öffentlichen Raum

Veranstalten Sie einen mobilen Mini-Store oder Popup-Stand an belebten Orten (z. B. an U-Bahn-Stationen oder Fußgängerzonen). Kundinnen und Kunden könnten sich hier ihr Lieblingsprodukt auswählen und direkt per QR-Code im Online-Shop kaufen. Ebenfalls möglich: Platzieren Sie kleine Verkaufsboxen mit Give Aways (z. B. Buttons, Aufkleber etc.) an ungewöhnlichen Orten wie Parks, Kinos oder Universitäten. Passantinnen und Passanten können die Werbeartikel entnehmen und erhalten gegen Vorzeigen in Ihrem Shop einen Rabatt auf Ihr Angebot.

Schwarze Ballons mit Gutscheinen

Lassen Sie schwarze Ballons mit Ihrem Logo und der (Web-)Adresse Ihres Shops bedrucken. Befestigen Sie kleine Briefe mit Rabattcodes oder Mini-Geschenken daran und verteilen Sie die Ballons in belebten Einkaufsstraßen, auf Märkten, an Bus- und Bahnstationen oder direkt vor Ihrem Geschäft an potenzielle Laufkundschaft.

Gratis-Kaffee für Passantinnen und Passanten

Stellen Sie eine mobile Kaffee-Station vor Ihrem Laden auf, um Kundschaft anzulocken. Potenzielle Kundinnen und Kunden bekommen hier zum Beispiel einen Gratis-Kaffee und einen Flyer, der spezielle Black Friday Angebote enthält. Wer seinen Kaffee schwarz trinkt, bekommt evtl. auch gleich einen kreativen Button, Aufkleber, Kugelschreiber oder andere Streuartikel mit Ihrem Logo darauf dazu.

Mystery-Shopper-Aktion

Belohnen Sie zufällig ausgewählte Kundinnen und Kunden, die am Black Friday in Ihrem Geschäft einkaufen, mit einem kostenlosen Produkt, einem Gutschein oder einem größeren Rabatt. Umsetzbar wäre dies z. B. durch eine kleine Losbox direkt an der Kasse, aus der jede Person ein Los ziehen und so die Chance auf den Black-Friday-Gewinn hat. Die Aktion wird natürlich vorab in den sozialen Medien angekündigt, sodass am entsprechenden Tag möglichst viele Menschen Ihr Geschäft aufsuchen. Klingt interessant? Erfahren Sie mehr über Glücksspiel als seriöses Marketinginstrument hier im Blog.

Schaufenster-Live-Performance

Verwandeln Sie Ihr Schaufenster am Black Friday in eine Bühne und lassen Sie Straßenkünstler und Straßenkünstlerinnen live mit ihrem Sortiment agieren, als „lebende Schaufensterpuppe“ Aufmerksamkeit erzeugen oder kreative Kunst erschaffen. On top dekorieren Sie Ihr Schaufenster mit auffälligen BLACK FRIDAY Aufklebern und Fensterfolien, auf denen Sie Ihre Rabatte oder Nur-heute-Hinweise platzieren. Die Kombination aus Schwarz und einer Signalfarbe funktioniert hierbei besonders gut.

Kreide-Straßenkunst mit Rabattcodes

Malen Sie bunte Straßenkunst rund um Ihr Geschäft oder in belebten Gegenden. Jedes kleine oder große Kunstwerk führt mittels aufgemalter Pfeile oder via QR-Code direkt zu Ihrem Shop. Eine andere Möglichkeit mit Straßenmalkreide: Platzieren Sie ein Hüpfkästchen-Spiel in der Fußgängerzone und lassen Sie potenzielle Kundschaft antreten. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält einen Gutschein für den nächsten Einkauf.

Mein Tipp: Nicht nur auf den einen Tag fokussieren, sondern versuchen, den Black Friday für sich länger zu nutzen. [...] Und auch weiterdenken: Vielleicht gibt’s zusätzlich einen Einkaufsgutschein fürs Weihnachtsgeschäft. Oder man vergibt eine Kundenkarte – so kommt der Kunde im besten Fall wieder.

Angelika WinklerUnternehmerin und Vorstandsmitglied des Handelsverband Bayern e.V.

Vermarktung: Machen Sie Ihren Black Friday publik

Im Prinzip agieren Sie bei ihrer Black Friday-Aktion genau, wie bei allen anderen lokalen Werbemaßnahmen. Wichtig ist, dass Sie online und offline Werbung schalten. Crossmedia heißt das Stichwort. Das kann Flyer, Plakate, Werbeanzeigen in Tageszeitungen und lokalen Magazinen, Kino- oder Radio-Werbung, besondere Sponsoring-Aktionen und eine Social Media-Kampagne beinhalten. Hört sich kompliziert an? Muss es nicht sein. Mit dem richtigen Partner, der Sie in Sachen crossmedialer Marketingstrategien berät, bedeutet das für Sie kaum einen Mehraufwand gegenüber Ihren üblichen Werbemaßnahmen. Sprechen Sie hierfür gerne die Marketingprofis von FLYERALARM Digital an!

Zur FLYERALARM Digital Werbeberatung

Wenn Sie die Zügel lieber selbst in der Hand halten, bietet der Social Media-Flyer eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, eine crossmediale Kampagne im kleinstmöglichen Rahmen aufzubauen. Hier gestalten Sie Ihren Flyer wie gewohnt – das genügt den Social Media-Expertinnen und -Experten von FLYERALARM schon, um eine Facebook- oder Instagram-Kampagne aufzusetzen, die Ihnen zahlreiche Gäste oder Kundschaft in den Laden spült.

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Einheitliche Motive und Farbkonzept

Wichtig! Egal für welche Arten der Black-Friday-Werbung Sie sich entscheiden. Achten Sie darauf, dass sich Motive, Farbkonzept und einprägsame Slogans über alle Kanäle wiederholen – nur so erreichen Sie den gewünschten Erinnerungseffekt bei potenziellen Gästen oder Kundschaft.

Damit Sie Ihre Black-Friday-Aktionen professionell und ohne großen Aufwand bewerben können, bietet Ihnen FLYERALARM ein praktisches Online-Gestalten-Tool. Dort finden Sie eine große Auswahl an kostenlosen Layoutvorlagen speziell zum Black Friday, die Sie direkt anpassen und auf Ihre Angebote zuschneiden können. Ob Flyer, Plakate, Banner oder Aufkleber – Sie gestalten Ihre Werbemittel im Browser, ohne teure Zusatzsoftware.

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Die Rechtslage: Markenrechte am Black Friday gelöscht

„Black Friday“ war lange Zeit als Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen und durch das Bundespatentgericht als Markenname geschützt. Nach einem langen Rechtsstreit zwischen der aus China stammenden Markeninhaberin sowie dem Onlineportal blackfriday.de und weiterer Parteien, entschied das Bundespatentgericht am 28. Februar 2020 die Löschung der Wortmarke für die wesentlichen Dienstleistungen des Bereichs „Werbung“. Die Markeninhaberin legte fristgemäß Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof ein. Dieser bestätigte jedoch am 27. Mai 2021 die Entscheidung des Bundespatentgerichts und erklärte das Urteil damit für rechtskräftig und nicht weiter angefechtbar.

Der Begriff „Black Friday“ wurde damit endgültig aus dem Markenregister gelöscht und darf nun für die Dienstleistungen „Marketing“, „Organisation und Durchführung von Werbeveranstaltungen“, „Planung von Werbemaßnahmen“, „Verbreitung von Werbeanzeigen“ und „Werbung im Internet für Dritte“ sowie für zahlreiche weitere im Zusammenhang mit Werbung stehender Dienstleistungen frei genutzt werden.

Dennoch gibt es noch immer Ausnahmen von den Ausnahmen. So geht das Onlineportal blackfriday.de aktuell gegen die Waren und Dienstleistungen vor, die nicht vom Beschluss des Bundespatentgerichts erfasst wurden. Das Thema sollte also trotzallem weiterhin mit Fingerspitzgefühl behandelt werden. Deshalb sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite, wenn Sie nach einem alternativen Namen Ausschau halten. Black Week, Cyber Monday, Cyber Week, Schwarze Woche, Colorful Friday, Dark Friday … Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Reaktionen zum Beitrag

2 Kommentare

  • Discountler sagt:

    Ich denke, dass die Preise im Voraus überwacht werden sollten. Normalerweise gewähren Verkäufer in dieser Zeit Rabatte auf Dinge, die niemand kauft, die nicht sehr gefragt sind.

    • Marco sagt:

      Hallo,
      das stimmt, wer nach etwas Bestimmten sucht und auf einen Black-Friday-Rabatt hofft, der sollte idealerweise schon einige Wochen im Voraus die Preisentwicklung beobachten.

      Herzliche Grüße
      Marco

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