Druckdaten erstellen leichtgemacht – kompakte Checkliste

von 30. Januar 2019 Know-how Keine Kommentare
Druckdaten Checkliste

Beim Erstellen von Druckdaten gibt es einiges zu beachten. Diese kompakte Checkliste ist eine nützliche Hilfe, um die wichtigsten Schritte im Blick zu behalten.

Sind die Druckdaten auch im richtigen Datenformat angelegt? Passen die Sicherheitsabstände? Passt der Farbraum? Sind die Sonderfarben korrekt deklariert? Stimmt die Auflösung der Bilder und Grafiken? Was ist mit dem Gesamtfarbauftrag? Welcher PDF-Standard wird von der Online-Druckerei gefordert? Und wurde überhaupt im richtigen Farbprofil gearbeitet?
Wer sich mit dem gestalten von Layouts und Designs für Werbemittel beschäftigt, der merkt schnell: Beim Erstellen von Druckdaten gibt es gefühlt hunderte von Faktoren zu beachten. Selbst Vollprofis übersehen da leicht mal eine Kleinigkeit.

Deshalb können Sie sich jetzt eine kompakte und dennoch übersichtliche Checkliste herunterladen, in der Sie alle wichtigen Arbeitsschritte und Einstellungen abhaken können.

Druckdaten erstellen: Checkliste im Überblick

Die Checkliste ist in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt: Datenformat, Farbe, Bilder, Schriften und Linien, Datei, Dokumentseiten und Ebenen. Die Reihenfolge ist dabei nicht unbedingt chronologisch.

Datenformat

Wichtig ist zuallererst, dass Sie Ihr Dokument im richtigen Format anlegen. Logisch. Bedenken Sie dabei jedoch die Beschnittzugaben und Sicherheitsabstände. Bei FLYERALARM werden Druckprodukte im ressourcenschonenden und kosteneffizienten Sammeldruckverfahren hergestellt. Das heißt, viele Aufträge mit gleicher Grammatur werden auf einem großen Druckbogen platziert und gedruckt. Anschließend werden die einzelnen Layouts ausgeschnitten. Für diesen Arbeitsschritt ist eine Beschnittzugabe zum eigentlichen Druckformat nötig. Mehr zur Produktion von Druckprodukten erfahren Sie im Blogbeitrag über den Druck von Flyern.

Checkliste Druckdaten

Farbe

Ein grundsätzliches Problem bei der Erstellung von Druckdaten: Am Computer-Bildschirm sehen Sie Farben des RGB-Farbraums, gedruckt wird jedoch mit Farben des CMYK-Farbraums. Warum?
RGB steht für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau, aus denen sich alle Farben in digitalen Bildern zusammensetzen. Sie entstehen durch das Mischen von Licht, deshalb spricht man hier auch von Lichtfarben.

Offsetdruck Checkliste

Gedruckt wird natürlich nicht mit Licht, sondern mit Farben, die je nach Mischverhältnis alle möglichen Farbtöne ergeben können. Als Basis dafür dienen Cyan, Magenta und Gelb (Yellow). Da diese drei Farben zusammen kein richtiges Schwarz ergeben, gibt es zusätzlich die sogenannte Key-Colour Schwarz. Um den Unterschied zwischen den am Bildschirm sichtbaren RGB-Farben und den tatsächlich gedruckten CMYK-Farben möglichst gering zu halten, wurden genormte Farbprofile eingeführt. Laden Sie sich deshalb vor dem Erstellen von Druckdaten das korrekte Profil (ISO Coated V2 oder ISO Coated V2 300%) herunter. Übrigens: Speziell beim Anlegen von Schwarz sollten Sie auf die genauen Farbwerte achten. Mit dem entsprechenden Mischverhältnis können Sie gezielt tiefe, reine, warme, kalte, kräftige, schwache oder gräuliche Schwarztöne erzeugen – je nachdem, welche Farbe am besten zu Ihrem Layout passt.

Zudem sollten Sie beim Erstellen von Volltonfarben einige wichtige Aspekte beachten. Hier im Blog finden Sie einige Tutorials zum Anlegen eines fünften Farbkanals, zum Beispiel für Photoshop, InDesign oder Scribus.

Bilder und Auflösung

Bei allen Pixelgrafiken, also Bilder oder mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop erstellte Druckdaten, ist eine ausreichend hohe Auflösung von elementarer Wichtigkeit. Die absolute Auflösung Ihres Layouts und sämtlicher enthaltener Grafiken und Bilder sollte, je nach Druckprodukt, etwa zwischen 300 und 356 dpi liegen.
Den genauen Unterschied zwischen der relativen Auflösung und der absoluten Auflösung sowie verständliche Definitionen von dpi (dots per inch) und ppi (pixels per inch) können Sie hier im Blog nachlesen.

Checkliste Druckdaten
InDesign Checkliste

Schriften und Linien

Schriften sollten in Druckdaten immer in Pfade umgewandelt werden. Nur so stellen Sie sicher, dass die von Ihnen gewählte Schriftart in gedruckter Form auch exakt Ihren Vorstellungen entspricht. Meist geschieht diese Umwandlung beim Export von PDF-Dateien automatisch. Auf Nummer sicher gehen Sie jedoch, wenn Sie die Texte händisch in Pfade umwandeln. Für eine Veredelungsformen, wie das Bedrucken oder Besticken von Textilien, ist das sogar ein Muss.
Wie Sie in wenigen Schritten Schriften in Pfade umwandeln, erfahren Sie ebenfalls hier im Blog.

Datei

Idealerweise legen Sie Ihre Druckdaten als PDF an. Jedoch sind nicht alle PDF-Formate druckbar. Speziell für das Druckwesen wurde das PDF/X-Format eingeführt, das es inzwischen in verschiedenen Standards gibt. Dieses Format erfüllt die Grundvoraussetzungen für druckbare Daten, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Schriften und Bilder einzubetten, Einstellungen für Überdrucken vorzunehmen oder mit Transparenzen zu arbeiten. Der Funktionsumfang unterscheidet sich jedoch je nach Standard. So können Sie mit PDF/X-3 Sonderfarben, jedoch keine Transparenzen verwenden. Mit PDF/X-4 hingegen ist dies möglich. Genauere Informationen und Spezifikationen zu den Standards lesen Sie hier im Blog nach. Sie können Ihre Druckdaten, abhängig vom Produkt, auch als JPG, TIF oder PNG exportieren.

Perfekte Druckdaten? Perfektes Druckergebnis

Sind Sie mit Ihren Druckdaten zufrieden und haben alle Punkte abgehackt, so steht Ihrem Wunsch-Werbemittel nichts mehr im Weg. Sollten Sie zu den einzelnen Punkten ausführliche Informationen benötigen, so finden Sie diese im FLYERALARM Onlineshop unter Druckdaten oder in zahlreichen Beiträgen im Blog.

Marco

Über Marco

Ist zwar schon länger Teil des Marketing-Teams, lernt aber dennoch jeden Tag Neues dazu. Und weil man Wissen teilt, schreibt er Blogbeiträge. Interessiert sich vor allem für ökologische und gleichzeitig ökonomische Herstellung von Druckprodukten.

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